Fragen und Antworten

Wir haben insgesamt acht Kreißsäle, sechs Gebärwannen und mehrere Wehenzimmer. Alle sind wohnlich eingerichtet und mit warmen Farben gestaltet. Jeder Kreißsaal ist so ausgestattet, um verschiedenste Positionen einnehmen zu können, von Halteseilen an der Decke über Pezzibälle und Hocker. Für die erste Zeit nach der Geburt steht in jedem Raum ein Wärmeschrank mit warmen Tüchern bereit. Medizinisches Equipement ist bewusst verdeckt, aber jederzeit –wenn nötig– greifbar.

Für einen notwendigen Kaiserschnitt haben wir einen OP im Kreißsaalbereich, der sowohl für geplante als auch ungeplante Eingriffe in direkter Nähe gelegen ist. Angeschlossen ist auch ein Erstversorgungsraum, in dem Neu- und Frühgeborene bei Bedarf direkt vom Kinderarzt versorgt werden können.

Dies ist die höchste Kategorie von Geburtskliniken. Sie bedeutet, dass wir in unserer Klinik sowohl Frühgeborene bereits ab der Grenze zur Lebensfähigkeit betreuen können als auch Frauen mit verschiedensten Risiken. Hierfür sind an 365 Tagen im Jahr immer erfahrene Hebammen, Gynäkologen, Narkoseärzte und Kinderärzte im Haus.

Dies hängt vom Zeitpunkt und der Dauer der Geburt ab. Die Hebammen arbeiten in einem 3-Schichtsystem und wechseln sich nach acht Stunden ab. Manchmal ist das traurig, da auch wir Hebammen natürlich gerne das Ergebnis von langer Arbeit kennen lernen würden, aber oft bringt die neue Kollegin auch noch mal Schwung und Ideen mit und die Geburt geht prima weiter.

Da wir ein Ausbildungsbetrieb sind, werden unsere Hebammen häufig auch noch von einer Hebamme in Ausbildung begleitet, die Ihnen dann ebenfalls liebevoll zur Seite steht.

Nach der Geburt passen wir noch etwa 2-3 h gut auf Sie und Ihr Kind auf. Wir überwachen die Nachgeburtsphase und unterstützen das Bonding (so bezeichnet man das Zusammengehörigkeitsgefühl von Eltern und Kind, welches sich nach der Geburt durch die körperliche Nähe, Wärme, Bewegungen und Augenkontakt intensiviert) und das erste Stillen. Diese erste Zeit sollten Sie möglichst ungestört genießen. Lassen Sie das Handy also am besten noch aus und verkünden Sie erst später das große Ereignis.

Ja, die Geburt beginnt häufig mit der sogenannten Latenzphase. Hier kann es sein, dass Sie immer wieder leichte Wehen spüren, der Muttermund sich jedoch noch nicht öffnet. In dieser Zeit sind die meisten Frauen tatsächlich zu Hause am besten aufgehoben, da sie dort am ehesten entspannen können und sich vielleicht noch mal schlafen legen können. Manchmal ist die Latenzphase eine ganz schöne Geduldsprobe, aber Gut Ding will manchmal eben Weile haben und wir unterstützen Sie gerne mit Rat und Tat.

Im Parkhaus vor dem Haupteingang gibt es zwei „Storchenparkplätze“. Bitte denken Sie daran, diese dann auch wieder bald frei zu machen, wenn sich die Lage entspannt hat.

Alle unsere Zimmer sind 2-Bett Zimmer mit Bad und können prinzipiell als Familien- oder 1-Bett-Zimmer genutzt werden. Allerdings muss dafür auch ein ganzes Zimmer frei sein. Wir können daher immer erst nach ihrer Geburt, kurz vor Verlegung auf die Station, entscheiden, ob wir Ihnen diese Möglichkeit bieten können.

Leider wünschen sich meist mehr Familien ein solches Zimmer, als wir es von der Belegung möglich machen können.

Sollten Sie Sorge haben, dass Sie es nicht rechtzeitig in die Klinik schaffen, rufen Sie bitte den Rettungswagen. Dieser darf auch die gesperrte Salierbrücke passieren.

Ja, eine Begleitperson kann im Kreißsaal gerne an Ihrer Seite bleiben. Wenn Sie ein Handy dabeihaben, dann stellen Sie dieses bitte im Kreißsaal ab. Sie werden sonst ständig abgelenkt in einem einmaligen Moment, der nur Ihnen gehört. Ihre Freude können Sie immer noch teilen, wenn das Baby zur Welt gekommen ist. Da wir möchten, dass alle Frauen in Ruhe entbinden können, sind Besuche erst auf der Wochenbettstation zu den Besuchszeiten möglich.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind Besuche derzeit nur für Väter (oder eine andere festgelegte Begleitperson) für eine Stunde am Tag zwischen 14.00 und 19.00 Uhr möglich. 

Wenn Sie regelmäßige Wehen im Abstand von 5 Minuten haben, die stärker werden, wenn Sie einen Blasensprung haben oder den Verdacht es könnte Fruchtwasser abgehen, wenn Sie vaginale Blutungen haben oder Sie sich einfach unsicher sind, ob es „los geht“.

Sie können im Zweifelsfall immer bei uns im Kreißsaal anrufen. Wir sind rund um die Uhr für Sie da.

Wir haben vor dem Kreißsaal Eingang unsere Kreißsaal-Ambulanz, diese ist auch am Wochenende von 8:30-15.30 besetzt. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, bitten wir Sie, unter Rufnummer 06232 22-1190 einen Termin zu vereinbaren.

Nein, das müssen Sie nicht. Sie können auch ohne Anmeldung bei uns entbinden, es ist jedoch einfacher wenn Sie schon zur Voranmeldung zur Hebammensprechstunde kommen. In dieser erfragen wir mögliche Vorerkrankungen sowie vorherige Schwangerschaften und Geburten. Darüber hinaus werden die Daten aus dem Mutterpass in Ihre Patientenakte übertragen. Zudem haben Sie die Möglichkeit Fragen zu stellen und ihre Vorstellungen zur Geburt mit einer Hebamme zu besprechen. Für die Hebammensprechstunde können Sie sich unter der Rufnummer 06232- 22-1471 anmelden.

Wenn Sie die genannten Vorerkrankungen haben oder ihr Kind in Steißlage liegt, Sie Zwillinge oder Drillinge erwarten, ist es in jedem Fall ratsam zur Geburtsmodusplanung in unserer Kreißsaal-Ambulanz einen Termin zu vereinbaren. Dort haben Sie ein Gespräch und eine Untersuchung von einer unserer Ärztinnen, die Sie dann in Bezug auf die Geburt Ihres Kindes berät.

In diesem Fall empfehlen wir einen Termin zur Geburtsmodusplanung in unserer Ambulanz. Dort wird eingehend untersucht, ob es möglich ist normal zu entbinden. Es gibt auch die Möglichkeit einer äußeren Wendung. Dabei wird versucht das Kind von außen umzudrehen, so dass es in der richtigen Position liegt, also mit dem Kopf nach unten. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit per Kaiserschnitt zu entbinden.

Ein Dammschnitt wird so oft es geht vermieden. In wenigen Fällen, in denen das Kind Stress Symptome im CTG zeigt, kann es jedoch notwendig sein, die letzte Geburtsphase mit einem Dammschnitt zu verkürzen.

Frauen erleben die Wehen ganz unterschiedlich schmerzhaft. Somit gibt es auch ein breites Angebot der Schmerzerleichterung.

Wir haben eine ganze Reihe von Möglichkeiten Sie zu unterstützen. Angefangen von einem Entspannungsbad, Homöopathie und Akupunktur über krampflösende Medikamente bis hin zu starken Schmerzmitteln und einer Peridualanästhesie.

Es ist günstig sich zu Hause je eine Tasche für den Kreißsaal und eine für die Wochenbettstation zu richten. Im Kreißsaal benötigen Sie bequeme Kleidung, warme Socken, kleine Energieportionen für zwischendurch (Müsliriegel, Schokolade, Bonbons), ein Lippenpflegestift und gerne auch eigene Musik auf CD. In die andere Tasche kommt dann frische Wäsche, Handtücher, ein Still-BH oder Bustier, Stift und Papier, um aufkommende Fragen zu notieren.

Eine gute Unterstützung durch eine vertraute Person bei der Geburt ist oft sehr wichtig. Aber eine Geburt kann auch für die Begleitperson manchmal sehr aufregend und anstrengend sein. Gönnen Sie sich eine Pause, wenn Sie merken, dass ihre Energiereserven aufgebraucht sind.

In erster Linie werden Sie bei der Geburt durch eine Hebamme betreut. Der geburtshilfliche Arzt ist jedoch immer vor Ort und über ihre Geburt informiert. Wenn es zu keinen Komplikationen kommt, wird er lediglich für die letzten Momente der Geburt hinzugerufen. Sollte sich vor oder während der Geburt eine Situation ergeben, die ärztliche Hilfe benötigt, so kann sowohl ein Assistenzarzt als auch ein Oberarzt jederzeit hinzugezogen werden.

Die erste Untersuchung ihres Kindes findet direkt nach der Geburt statt, bei der Hebamme und Arzt direkt einen Blick auf das Kind werfen und seine Anpassung beobachten. Eine ausführliche Untersuchung inklusive Wiegen und Messen erfolgt nach erfolgreichem Bonding und erstem Stillen, etwa ein bis zwei Stunden nach der Geburt. Bis dahin bleibt das Kind nach Möglichkeit im direkten Hautkontakt mit seiner Mutter.

Die Suche nach einer Hebamme für die Wochenbettbetreuung sollten Sie möglichst früh beginnen! Im Internet finden Sie einige Portale, über die bequem eine Hebamme in ihrer Nähe gesucht werden kann. Viele unserer Hebammen bieten ebenfalls Wochenbettbetreuung an, jedoch müssen Sie sich auch bei diesen schon früh anmelden.

48 Stunden nach der Geburt kann bei ihrem Kind die zweite Vorsorgeuntersuchung, die U2, gemacht werden. Diese Untersuchung nehmen viele Mütter noch gerne wahr und gehen anschließend nach Hause.

Nach einem Kaiserschnitt bleiben manche Frauen auch noch einen Tag länger.

Wie Sie es vielleicht schon von den Vorsorgeuntersuchungen bei ihrem Frauenarzt kennen, überwachen auch wir ihr Kind während der Geburt mit dem Wehenschreiber (CTG). Anfangs in regelmäßigen Abständen, etwa alle 2h, gegen Ende der Geburt dann kontinuierlich. Damit Sie sich dennoch so bewegen können, wie es Ihnen und der Geburt guttut, haben wir im Kreissaal (KRS) überall kabellose Geräte.