Diakonische Gemeinschaft

Wir sind eine Gemeinschaft von Frauen und Männern unterschiedlichen Alters und in verschiedenen Lebenssituationen, die miteinander ihren Glauben, ihr Leben und ihren Dienst teilen.

Das Mutterhaus ist geistliches Zentrum.  Hier erleben wir bei Gottesdiensten und Rüstzeiten, bei Treffen und Aktionen der Diakonischen Gemeinschaft, wie bereichernd es ist, in Gemeinschaft seinen Glauben zu gestalten und für andere da zu sein. Es ist ein großer Reichtum, dass heute Schwestern und Brüder aus verschiedenen Lebensformen kommen und diakonisches Handeln und lebendige Spiritualität miteinander verbinden.

Die Verbundenheit untereinander wird sichtbar im Zeichen des Kreuzes, das wir als Kette, Brosche oder Anstecknadel tragen.

Wir sind evangelische Frauen, die im Mutterhaus unseren Feierabend verbringen. Wir leben ehelos in verbindlicher Gemeinschaft miteinander, deren Alltag getragen wird von gemeinsamem Gebet und gegenseitiger Unterstützung.

In unseren Dienstjahren verzichteten wir auf Gehalt. Die Gehaltszahlungen im aktiven Dienst und die Rentenzahlungen im Feierabend kommen dem Mutterhaus zugute, das unsere Versorgung sicherstellt und uns finanzielle Mittel zur persönlichen Verfügung gibt.

Als Zeichen der Zusammengehörigkeit tragen wir Tracht und Brosche.

In die Lebensform, die wir für uns gewählt haben, wird heute bei uns nicht mehr aufgenommen. Umso mehr freuen wir uns, dass die Diakonische Gemeinschaft in anderen Formen lebendig bleibt!

In Speyer gehen wir seit 2017 neue Wege und gestalten Mutterhausdiakonie anders: Nach dem Vorbild skandinavischer und norddeutscher Mutterhäuser gibt es seit Pfingsten 2017 die Diakonisse neuer Form beziehungsweise den Diakon der Diakonissen Speyer-Mannheim.

Wir sind evangelische Frauen und Männer aus unterschiedlichen Lebenskontexten, die den Wunsch verspüren, zu einer verbindlichen Gemeinschaft zu gehören. Wir leben an verschiedenen Orten mit eigenem Verdienst – mit oder ohne Familie – und wollen unser individuell gestaltetes Leben dafür einsetzen, die Menschenfreundlichkeit Gottes weiterzusagen. Wir tragen keine Tracht, sind aber sichtbar durch das Tragen der Brosche miteinander verbunden.

In einem Grundlagenseminar werden wir dazu ausgebildet, sprachfähig zu werden in Fragen des Glaubens und des Lebens. So können wir in unserem Beruf oder im Ehrenamt kompetent diakonisches Profil mitgestalten.

Wir sind eine ökumenisch offene Gruppe von Frauen und Männern aus unterschiedlichen christlichen Konfessionen, die nach eigenen Kräften und Möglichkeiten das Leben in der Diakonischen Gemeinschaft mitgestaltet.

Es gab unsere Gruppe unter anderem Namen bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die so genannten Hilfsschwestern arbeiteten damals in den gleichen Berufsfeldern wie die Diakonissen, ohne deren verbindliche Lebensweise zu teilen. 1939 wurde im Kaiserswerther Verband daraus eine eigene Verbandsschwesternschaft, um ihre Eingliederung in die Schwesternschaft der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt zu verhindern. Die Verbandsschwestern wurden 1987 in Diakonische Schwestern umbenannt, seit 1994 gibt es in Speyer auch Diakonische Brüder.

Auch wir tragen als Zeichen der Zusammengehörigkeit eine Brosche oder Anstecknadel, die der Brosche der Diakonissen nachempfunden ist.