Unser Anliegen ist es, unseren Bewohnerinnen und Bewohnern mit Demenz ein Leben und Wohnen zu ermöglichen, das sie als Person und ihre Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt.

Menschen mit Demenz verlieren zunehmend die Fähigkeit, den Alltag eigenständig zu gestalten und die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Bekannte Personen werden nicht mehr erkannt und die sozialen Fähigkeiten schwinden. Für die Betroffenen wird es immer schwieriger, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Sie entwickeln ein starkes Bedürfnis nach Schutz und Reduzierung von Angst und Stress. Die psychische Belastung für die Betroffenen nimmt im weiteren Verlauf immer stärker zu. Eine professionelle Betreuung und Begleitung soll helfen, die Selbstbestimmung anzuerkennen, das Selbstwertgefühl zu stabilisieren und die Fähigkeiten der betroffenen Personen zu fördern.

Bewohnerinnen und Bewohnern mit Demenz sehen wir als Menschen mit eigener Persönlichkeit, mit Fähigkeiten und Bedürfnissen, Vorlieben und Abneigungen und einer eigenen Lebensgeschichte. Wir respektieren sie in ihrer Ganzheit und lassen uns auf ihre Welt ein. So möchten wir erreichen, dass sich jede und jeder in unseren Einrichtungen zuhause fühlen kann.

Unsere Ansätze in der Begleitung

Menschen mit Demenz drücken häufig im Hier und Jetzt Bedürfnisse und Gefühle aus, die etwas mit ihrer Lebensgeschichte zu tun haben. In der Kommunikation mit Menschen mit Demenz nutzen wir die Validation, die sich an deren persönlicher Sicht- und Erlebniswelt orientiert.

Validation bedeutet „für Gültig erklären“. Bedürfnisse und Gefühle von Menschen mit Demenz werden in der Kommunikation gewürdigt und anerkannt. In unseren Einrichtungen haben unsere Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten ihren Bedürfnissen entsprechend in den Alltag einzubringen.

Die Betroffenen fühlen sich verstanden und angenommen.

Ebenso wichtig für das Verständnis von Menschen mit Demenz ist das Wissen über deren Biografie. Hieraus können Verhaltensweisen besser eingeordnet, Bedürfnisse und Vorlieben entschlüsselt und eine aktivierende Pflege und Betreuung gestaltet werden.

Einzel- und Gruppenaktivitäten richten wir an früheren Gewohnheiten und Vorlieben (beispielsweise das abendliche Glas Wein, Kontakt zu Haustieren, das Tischgebet) oder an Ritualen aus, die in das frühere Leben zurückgreifen.

­Unsere Bewohnerinnen und Bewohner mit Demenz sind in alle Wohnbereiche integriert. Bei der Gestaltung der Räumlichkeiten berücksichtigen wir deren besondere Bedürfnisse. Durch Hintergrundinformationen zu den Lebensumständen, Räumlichkeiten und das soziale Umfeld der betroffenen Personen können unsere Mitarbeitenden das neue Umfeld mit bekannten Elementen gestalten, die Sicherheit bieten und die Sinne anregen. Das fördert Lebensqualität und schafft Orientierung.

Für die Gestaltung des Tagesablaufs wird durch unsere zusätzlichen Betreuungskräfte eine große Auswahl an Aktivierungsmöglichkeiten angeboten. Unsere Mitarbeitenden verfügen über qualifizierte Ausbildungen im Umgang mit Menschen mit Demenz und müssen mindestens die Kriterien der Richtlinien nach § 43b und § 53c SGB XI erfüllen.

Ein regelmäßiger Austausch zwischen den Fachbereichen ist ein fester Bestandteil unserer Arbeit und ermöglicht eine ganzheitliche Wahrnehmung und Betreuung. Angehörige sind uns bei der Pflege ein wichtiger Partner. Soweit es gewünscht und möglich ist, beziehen wir die Angehörigen in den Pflegealltag und in die soziale Betreuung mit ein.