Integrationshilfen

Im Einzelfall können ambulante Hilfeformen notwendig und sinnvoll werden, die keiner der beschriebenen Angebote entsprechen.

In diesen Fällen entwickeln wir in Kooperation mit dem jeweils zuständigen öffentlichen Jugendhilfeträger passgenaue individuelle Hilfeformen. Diese Hilfen können ganz unterschiedlich aussehen und unterscheiden sich in Inhalt, Zeitdauer und Form.

Eine sogenannte Integrationshilfe ist eine eigene Form der Flexiblen Hilfen. Kinder mit einer autistischen Erkrankung (z.B. Asperger-Autisten) erhalten häufig eine schulische Integrationshilfe. Aber auch bei anderen Störungsbildern oder Auffälligkeiten kann eine Einzelbetreuung in Frage kommen. Sie wird meistens in Kindertagesstätten oder Schulen zur Begleitung der Kinder und Jugendlichen eingesetzt.

Der Stundenumfang richtet sich nach den Bedarfen der Kinder und Jugendlichen. Er liegt in der Regel zwischen fünf und 30 Stunden pro Woche.

  • individuelle, passgenaue Unterstützung in Kindertagestätte oder Schule
  • Förderung der Integration eines Kindes oder Jugendlichen in seinem sozialen Feld
  • Sicherung von Teilhabe und Entwicklungsmöglichkeiten
  • Entwicklung von notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten zur selbstständigen Alltagsgestaltung

Integrative flexible Hilfen zeigen die beste Wirkung, wenn sie sich teilweise oder ganz wieder entbehrlich machen. Deshalb ist es unser Anliegen, den Stundenumfang der Betreuung im Verlauf der Hilfe möglichst kontinuierlich zu reduzieren.

Flexible Hilfen an Schule


Zurzeit erproben wir modellhaft an einer Schule in Speyer in enger Kooperation mit dem Jugendamt und der Schulaufsichtsbehörde ein flexibles und für alle Partner verlässliches Betreuungskonzept für Kinder und Jugendliche, die am Ort Schule einen individuellen Betreuungsbedarf haben. Das Projekt wird wissenschaftlich vom Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) begleitet.