Über uns

2010 wurde am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus eine Stroke Unit, zunächst in Kooperation mit dem Zentrum für Neurologie am benachbarten Ärztehaus initiiert. Im November 2011 konnte dann eine durchgehende fachneurologische Versorgung von Schlaganfallpatienten durch den Beginn der teleneurologischen Kooperation des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses mit der neurologischen Klinik des Städtischen Klinikums Karlsruhe (Prof. Dr. med. Gahn, STROKE-ARTEV) etabliert werden.

Im Rahmen der teleneurologischen Kooperation war es möglich, den betroffenen Patienten innerhalb weniger Stunden eine moderne und zeitgemäße Therapie zu ermöglichen.  Der Teleneurologe entspricht juristisch dem Neurologen vor Ort, so dass eine medizinische Versorgung auf qualitativ hohem Niveau und aktuellen Behandlungsstandards möglich ist.

Seit Oktober 2017 ist das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Teilnehmer des telemedizinischen Schlaganfallnetzwerks Rheinland-Pfalz (TemeS-RLP). Im Rahmen dieser Kooperation ist eine fachneurologische Untersuchung und Mitbeurteilung von Patienten rund um die Uhr gewährleistet. Zudem wird eine optimale Versorgung von Schlaganfall-Patienten hinsichtlich aller modernen Therapieoptionen innerhalb des Netzwerkes für die Patienten möglich. So können Patienten, falls notwendig, rasch zur weiteren Therapie in entsprechende Zentren verlegt werden. Dies ist zum Beispiel bei schweren Schlaganfällen mit Komplikationen, bei Hirnblutungen mit Notwendigkeit einer neurochirurgischen Therapie sowie bei Gefäßverschlüssen im Gehirn, die durch spezielle Katheterverfahren wiedereröffnet werden (Thrombektomie), notwendig.

Die Stroke Unit am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus ist mit vier Betten auf der IMC-Station ausgestattet und ermöglicht eine moderne und zeitgemäße Therapie von Schlaganfallpatienten ab dem Aufnahmetag. Hier werden die Patienten nach der Akutphase werktäglich in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Neurologie Speyer durch einen Neurologen im interdisziplinären Team visitiert. Falls notwendig, ist auch eine intensivmedizinische Versorgung der Patienten im Haus gewährleistet.

Der sofortige Beginn rehabilitativer Maßnahmen ist insbesondere für Patienten, bei denen keine Lysetherapie möglich ist, von erheblicher Bedeutung.

Zur Optimierung der Versorgung von Schlaganfallpatienten wurden alle Prozesse vom Beginn der Aufnahme bis zur Entlassung optimiert und werden regelmäßig intern und im Rahmen der Qualitätssicherung kontrolliert und evaluiert.

Für jeden Schlaganfallpatienten wird im Team eine individuelle Vorgehensweise besprochen.