Zusätzliche Endosonographie-Einheit für Endoskopieabteilung – 338.000 Euro Unterstützung durch Dietmar Hopp Stiftung

Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Speyer hat für seine Endoskopieabteilung eine dringend notwendige zweite Endosonographie-Einheit angeschafft. Nun können vor allem Krebserkrankungen ohne Wartezeit diagnostiziert werden. Parallel lassen sich akute nicht-onkologische Erkrankungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse in einem speziellen Interventionsraum behandeln. Die Dietmar Hopp Stiftung hat die Anschaffung mit einer Spende in Höhe von 338.000 Euro ermöglicht.

„Gastroenterologen und Endoskopiker können viele Erkrankungen der inneren Organe schonend und minimalinvasiv behandeln, zum Beispiel Blutungen, Polypen, so genannte Frühkarzinome und Gallenwegs- und Pankreaserkrankungen“, erläutert Prof. Dr. Thomas Rabenstein, Chefarzt Gastroenterologie. Die Endoskopieabteilung der Klinik sei außerdem für viele Bereiche des Hauses ein zentraler Dienstleister bei der Diagnosestellung und Verlaufsbeurteilung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen, etwa vor operativen Eingriffen oder bei Krebserkrankungen.

„Insbesondere das schnell wachsende Onkologische Zentrum Speyer macht es erforderlich, dass auch teure und komplexe Geräte und Techniken ausreichend verfügbar sind, die üblicherweise nicht in Praxen zu finden sind“, betont der langjährige Chefarzt. Die so genannte Endosonographie gehöre dazu. „Durch eine Kombination von Endoskopie und Ultraschall ermöglicht sie eine Betrachtung tief gelegener innerer Organe in hoher Auflösung und mit reduzierten Bildstörungen“, beschreibt er die Funktionsweise. Bei Bedarf seien auch eine gezielte Gewebeentnahme und therapeutische Eingriffe ohne Chirurgie möglich.

Im viszeralonkologischen Zentrum des Hauses hat sich die Zahl der behandelten komplexen Krebsfälle in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt. Auch bei den komplexen gutartigen Erkrankungen wie Gallenblasensteinen, Gallengangsteinen und Pankreasentzündungen seinen mehr Fälle zu verzeichnen. „Für beide Bereiche wird eine Endosonographie-Einheit benötigt, mit der täglich bis zu fünf Untersuchungen durchgeführt werden können“, so Prof. Rabenstein. „Zuletzt reichte die eine vorhandene Einheit einfach nicht mehr aus, um alle dringenden Fälle, auch Notfälle, sofort zu versorgen.“

„Gemeinsam mit den aktuellen Umbaumaßnahmen in der Endoskopie wird diese Spende die Leistungsfähigkeit und die Versorgungsqualität des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses und des Onkologischen Zentrums Speyer signifikant steigern“, unterstreicht Prof. Rabenstein.