Neben ärztlichem und pflegerischem Personal unterstützten Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (siebte v.re.), der Vorstand Finanzen der Diakonissen Speyer Udo Langenbacher (li neben OB Seiler) sowie die Krankenhausgeschäftsführer Jonas Sewing („Diak“, (erster v.re.) und die beiden Vorstände der Vorstand Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern Oliver Heath (erster v. li.) und Dr. Wolfgang Schell (siebter v. li.) die Protestaktion. Darüber hinaus sorgte ein aus 100 Kasacks (klinische Arbeitskleidung) geformter SOS-Schriftzug für Aufmerksamkeit.
Protestiert wird gegen Kürzungspläne, die der Entwurf zum Gesetz zur Stabilisierung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz, kurz GKV-BStabG) vorsieht, wonach den Krankenhäusern in Deutschland trotz der bereits bestehenden finanziellen Schwierigkeiten zusätzliche Gelder entzogen werden sollen: im Jahr 2027 ca. 5 Prozent, jährlich ansteigend auf bis zu rund 10 Prozent jährlich im Jahr 2030.
Der Fotoaktion ging eine gemeinsame Pressekonferenz voraus, bei der sich 15 Krankenhäuser der Region gegen die unausgewogenen Kürzungspläne der Bundesregierung positionierten. Der erhebliche wirtschaftliche Druck auf Kliniken bundesweit und die aus den geplanten Kürzungen resultierenden Versorgungseinschränkungen erfordern die Alarmstufe Rot. Auch am Standort Speyer wehrt man sich vor allem gegen die beiden größten Kürzungspositionen: Tarifsteigerungen sollen nur noch zu weniger als der Hälfte refinanziert und das Pflegebudget soll gedeckelt werden. Werden gezahlte Tariflöhne den Krankenhausträgern nicht refinanziert, führe das zu einer sich dramatisch auswirkenden strukturellen Finanzierungslücke und verschärfe zudem den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, betonen die beiden kirchlichen Krankenhausträger, die etwaige Defizite aus eigener Kraft ohne Steuergelder ausgleichen müssen.




