Die Zertifizierung markiert einen weiteren bedeutenden Meilenstein für die Klinik. Deutschlandweit verfügen derzeit lediglich zehn Einrichtungen über diese besondere Anerkennung der DGAV. Damit zählt die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer zu einem Kreis hochspezialisierter Zentren für die Behandlung bösartiger Erkrankungen des Bauchfells, zu dem unter anderem auch die Charité-Universitätsmedizin Berlin sowie die Universitätsklinika Leipzig und Münster gehören.
Auch für die regionale Gesundheitsversorgung hat die Auszeichnung besondere Bedeutung: Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist das einzige von der DGAV zertifizierte Kompetenzzentrum für die chirurgische Behandlung bösartiger Erkrankungen des Peritoneums in der Metropolregion Rhein-Neckar sowie im gesamten Südwesten Deutschlands. Patientinnen und Patienten aus der gesamten Region profitieren im Zentrum von einer wohnortnahen Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau und müssen für eine hochspezialisierte Therapie keine langen Anfahrtswege in Kauf nehmen.
Die neue DGAV-Zertifizierung ergänzt die bereits bestehende Zertifizierung der Klinik als Viszeralonkologisches Zentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG). Es bestehen bereits zertifizierte Zentren für Speiseröhren-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs. Damit erfüllt die Klinik sowohl in der umfassenden Behandlung von Krebserkrankungen der Bauchorgane als auch in der hochspezialisierten Chirurgie von Bauchfelltumoren höchste Qualitätsanforderungen. Grundlage hierfür ist ein interdisziplinäres Behandlungskonzept, bei dem Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen eng zusammenarbeiten und Diagnostik, Therapie sowie Nachsorge individuell aufeinander abstimmen.
Zum Leistungsspektrum des Kompetenzzentrums gehören moderne Verfahren wie die Hypertherme Intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC) und die Pressurized Intraperitoneal Aerosol Chemotherapy (PIPAC).
- Die HIPEC wird unmittelbar nach der operativen Entfernung aller sichtbaren Tumorherde durchgeführt. Dabei wird die Bauchhöhle mit einer erwärmten Chemotherapielösung gespült, um verbliebene Tumorzellen gezielt zu behandeln und das Risiko eines erneuten Tumorwachstums zu reduzieren.
- Das minimalinvasive PIPAC-Verfahren ermöglicht die Verabreichung einer Chemotherapie als fein vernebeltes Aerosol während einer Bauchspiegelung. Diese Therapie kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn eine vollständige operative Entfernung der Tumoren nicht möglich ist. Sie kann das Tumorwachstum verlangsamen, Beschwerden lindern und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.
„Die Zertifizierung ist eine besondere Auszeichnung für unser gesamtes Team und bestätigt die hohe Qualität unserer Arbeit. Gleichzeitig verstehen wir sie als Verpflichtung, unsere Patientinnen und Patienten auch künftig nach den höchsten medizinischen Standards zu behandeln und unser Leistungsangebot kontinuierlich weiterzuentwickeln“, sagt Prof. Dr. med. Klink, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.
Mit der Kombination aus der DKG-Zertifizierung als Viszeralonkologisches Zentrum und der DGAV-Zertifizierung als Kompetenzzentrum für die chirurgische Behandlung bösartiger Erkrankungen des Peritoneums unterstreicht das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer seine herausragende Expertise in der spezialisierten onkologischen Chirurgie. Gleichzeitig stärkt die Auszeichnung die hochwertige Krebsversorgung in der Metropolregion Rhein-Neckar und darüber hinaus.

