„Hier entsteht Zukunft für die Menschen, die uns anvertraut sind“, fasste Udo Langenbacher, Vorstand Finanzen der Diakonissen Speyer, das Bauvorhaben anlässlich des Spatenstichs zusammen. Er betonte, dass der diakonische Träger auch in schwierigen Zeiten in der Lage sei, in ein solches Projekt zu investieren. „Eingliederungshilfe kostet Geld und dieses Geld ist hier gut investiert“, so Langenbacher.
Zu den rund 50 geladenen Gästen zählten neben dem Landauer Oberbürgermeister Dr. Dominik Geißler und Landrat Dietmar Seefeldt auch Mitglieder des Verwaltungsrats sowie der Vorstand der Diakonissen Speyer, außerdem Vertreter:innen von Diakonie, Verwaltung, externen Partnern und aus der Einrichtung selbst. Oberbürgermeister Dr. Dominik Geißler betonte, dass der Spatenstich in der aktuellen Zeit auch politisch bedeutsam sei – als Zeichen für Inklusion und gegen Sparpläne im sozialen Bereich. Das Stadtoberhaupt bedankte sich bei den Diakonissen Speyer dafür, das Bauprojekt auch angesichts anhaltend hoher Kosten im Bau- und Energiesektor durchzuführen.
Erste Ideen für den Neubau entstanden bereits vor rund zehn Jahren, als sich abzeichnete, dass eine Sanierung der Ende der 1970er Jahre errichteten Wohngebäude nicht ausreichen würde, um heutigen Standards und Anforderungen gerecht zu werden. Um auf dem dicht bebauten Bethesda-Campus einen Neubau zu ermöglichen, wurde ein bestehendes eingeschossiges Gebäude, das für Gemeinschaftsaktivitäten genutzt wurde, zurückgebaut. Auf der nun freien Fläche entsteht ein viergeschossiger, komplett barrierefreier Bau mit 36 Einzelzimmern, die alle über eine eigene Dusche und Toilette verfügen. In diesen werden nach der Fertigstellung 36 Bewohner:innen aus bestehenden Wohnangeboten umziehen.
Der Neubau sei dabei mehr als ein modernes Gebäude, führte Udo Langenbacher aus: „Es ist ein Ort zum Leben, Wohlfühlen und Ankommen, der modernen Ansprüchen auf menschlicher, sozialer und ökologischer Ebene gerecht wird.“ Im Erdgeschoss des Neubaus entstehen Veranstaltungsräume, die Flächen aus dem zuvor rückgebauten Gebäude ersetzen.
„Wie alle Neubauprojekte der Diakonissen Speyer erfüllt das Gebäude den sehr hohen energetischen Standard KfW 40 EE“, informierte Architekt Armin Werner, Leiter Bau und Technik der Diakonissen Speyer. Der Standard liegt über den gesetzlichen Vorgaben und bedeutet, dass der Neubau nur 40 Prozent der zulässigen Energie verbraucht. Beim Heizen kommt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz, auf dem begrünten Dach wird eine Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung eingesetzt. Als Holz-Hybrid-Bau bestehen die Querseiten des Gebäudes aus Beton, die Längsseiten aus Holz und einer begrünten Fassade. Die Fertigstellung ist nach 18 Monaten Bauzeit zum Jahresende 2027 geplant, die Kosten für das Bauprojekt belaufen sich auf rund 10,3 Millionen Euro.

