„Siehe, ich mache alles neu“ – so lautet nicht nur die Jahreslosung der Evangelischen Kirche, die Worte aus der Offenbarung leiteten auch durch die ökumenische Andacht und die Feierstunde zur Begrüßung von Ulrike Koch und Carolin Defland. Rund 60 geladene Gäste waren der Einladung gefolgt, darunter der Erste Beigeordnete der Stadt Kirchheimbolanden Michael Ruther, der Kreisbeigeordnete des Donnersbergkreises Güngör Aydin, Vertreter:innen der Kirchengemeinden, die Unterstützungsvereine der beiden Ökumenischen Sozialstationen, Kooperationspartner, Vertreter:innen verschiedener Einrichtungen und Vereine aus Kirchheimbolanden, Grünstadt und Umgebung. Auch die Vorstandsvorsitzende der Diakonissen Speyer, Sr. Isabelle Wien, ihre für das Hilfefeld Senioren zuständige Vorstandskollegin Bianca Pfeuffer, Mitglieder der Mitarbeitendenvertretungen sowie Kolleg:innen aus Hauptverwaltung und Einrichtungen waren vor Ort.
Ein Herz für gute Pflege und eine Haltung, die von Verantwortung und Klarheit geprägt ist – so beschrieb Bianca Pfeuffer die neue Leiterin des Wolffstifts. Ulrike Koch sei in ihrer beruflichen Laufbahn „keiner Herausforderung aus dem Weg gegangen“ und mit ihrer umfassenden Erfahrung die richtige Wahl als Einrichtungsleitung für das Seniorenzentrum mit 99 Plätzen.
Die gelernte Altenpflegerin Ulrike Koch bringt über zwei Jahrzehnte Führungserfahrung in der stationären Altenpflege mit, als Pflegedienstleitung verantwortete sie in Wiesbaden zwei Häuser mit über 300 Betten und rund 250 Mitarbeitenden, auch als Einrichtungsleitung war sie bereits tätig. Der gute Ruf des Wolffstifts führte die im benachbarten Flomborn lebende Koch nun nach Kirchheimbolanden. Im täglichen Arbeiten konnte sie in den vergangenen Wochen bereits erleben, „wie hier christliche Werte im Miteinander gelebt werden und dass der Mensch im Mittelpunkt steht“, so Koch. Positiv aufgefallen war ihr dabei auch die lange Einrichtungszugehörigkeit vieler der rund 110 Kolleginnen und Kollegen.
In Kirchheimbolanden will Ulrike Koch ein offenes Haus führen, in dem die Pflege „auf Herz und Verstand basiert“, und in dem gleichermaßen professionell und wirtschaftlich gearbeitet wird. Dem in diesem Jahr startenden Bau einer neuen Servicewohnanlage mit 44 barrierefreien Wohnungen sowie Praxisflächen blickt die neue Einrichtungsleitung optimistisch entgegen. „Ich habe bereits den Neubau eines 180-Betten-Trakts im laufenden Betrieb begleitet und freue mich auf dieses spannende Projekt“, berichtete Koch.
Einen weiteren Leitungswechsel vollzogen die Diakonissen Speyer bereits im Oktober 2025 in den Ökumenischen Sozialstationen in Kirchheimbolanden und Grünstadt. „Wir haben die Geschäftsführung der Sozialstationen in einer Hand vereint, um gezielt auf die Herausforderungen in der ambulanten Pflege eingehen zu können“, erklärte Bianca Pfeuffer und zählte dabei unter anderem Wirtschaftlichkeit, Digitalisierung und Personalmangel auf, aber auch die schwierige Situation vieler pflegender Familien. Dass die neue Geschäftsführerin Carolin Defland die Sozialstationen kennt und sich gerne neuen Herausforderungen stellt, wertet Pfeuffer als großen Vorteil.
Nach ihrem Masterabschluss in Wirtschaft und Recht sowie einem Management-Traineeprogramm und einer Tätigkeit als Assistentin der Geschäftsführung bei einem Gesundheits- und Pflegedienstleister wechselte Carolin Defland 2021 ins Controlling der Diakonissen Speyer und übernahm ab 2024 die betriebswirtschaftliche Leitung der Ökumenischen Sozialstation Grünstadt. Nach einer sechsmonatigen Tätigkeit im sozialwirtschaftlichen Beratungsbereich einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft kehrte sie im Herbst 2025 zu den Diakonissen Speyer zurück.
„Ich habe eine Leidenschaft für die ambulante Pflege entwickelt, nicht zuletzt, weil die Mitarbeitenden hier eine besondere Verbindung zu ihrem Beruf und der Sozialstation haben und ihre Pflegetätigkeit mit Stolz ausüben“, betont Defland. Die Herausforderungen in dieser sinnvollen und sinnstiftenden Tätigkeit seien zweifellos vorhanden, „aber es lässt sich etwas bewegen“, blickt Defland positiv in die Zukunft.

