Krankenhausplanung des Landes setzt viele positive Zeichen

Im Rahmen der neuen Krankenhausplanung des Landes hat das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz (MWWG) heute veröffentlicht, welche stationären medizinischen Behandlungen – zusammengefasst in Leistungsgruppen – die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz zur Umsetzung der Krankenhausreform ab 2027 erbringen dürfen. In der vom Ministerium für das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer und das Evangelische Krankenhaus Bad Dürkheim beabsichtigten Zuweisung der Leistungsgruppen sieht der für beide Krankenhäuser zuständige Vorstand der Diakonissen Speyer Udo Langenbacher vor allem eine Bestätigung der konsequenten Weiterentwicklung des Leistungsspektrums und der hohen Behandlungsqualität beider Häuser. So wurden fast sämtliche der von beiden Krankenhäusern beantragten Leistungsgruppen zugewiesen. Zur vom Ministerium angedachten Entwicklung des Dürkheimer Standorts zur Regioklinik suchen die Diakonissen Speyer den Austausch mit dem Ministerium.

Dem Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer wurden sämtliche beantragte Leistungen zugewiesen. Entsprechend kann die Versorgung im Bereich der Behandlung von Herz-, Magen-Darm- und Stoffwechsel- sowie Krebserkrankungen, der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, der Allgemein- und Gefäßchirurgie, der Kinderheilkunde und Versorgung von Frühgeborenen, der Notfallversorgung, Intensivmedizin, Palliativmedizin sowie der Altersmedizin und der Endoprothetik ohne Einschränkung fortgeführt werden. Auch wichtige Kooperationen wie die telemedizinische Versorgung der Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) innerhalb des Schlaganfallnetzwerkes Rheinland-Pfalz (TemeS-RLP) können weiter angeboten werden.

„Wir freuen uns sehr, dass uns die beantragten Leistungsgruppen ausnahmslos zugewiesen wurden, und danken dem Land für diese ausgesprochen positive Weichenstellung für unser Haus. In der Zusage sehen wir uns im Kurs der Spezialisierung unserer medizinischen Versorgung auf vielfach zertifiziertem Niveau bestätigt“, betont der Sprecher der Geschäftsführung des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Speyer Wolfgang Walter.

Erfreut zeigt sich Christoph Patzelt, Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Bad Dürkheim, dass seinem Haus im Bereich des künstlichen Gelenkersatzes bei Knie und Hüfte sämtliche beantragten Leistungsgruppen zugewiesen wurden. Dies macht die Klinik bei der Erstimplantation von Gelenkersatz zu einem von insgesamt 40 Häusern in Rheinland-Pfalz. Das Krankenhaus ist bei den Operationen zum Austausch eines künstlichen Knie- oder Hüftgelenks zudem eines von landesweit nur 17 Häusern.

„Das Evangelische Krankenhaus Bad Dürkheim bleibt eine wichtige Adresse für die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region“, unterstreicht Patzelt. „Auf Grundlage der heutigen Zuweisungen bieten wir auch weiterhin Leistungen in der Unfall- sowie Allgemeinchirurgie, Inneren Medizin (Magen-Darm- und Herz), Altersmedizin, Palliativmedizin (Versorgung bei unheilbarer Krankheit) sowie Notfallmedizin und Schmerztherapie an. Sehr erfreulich ist auch, dass uns im Bereich der Psychosomatik im neuen Landeskrankenhausplan die bestehenden 60 Betten weiter bewilligt wurden.“

Die Anträge des Evangelischen Krankenhauses Bad Dürkheim für die Leistungsgruppen in der Gynäkologie hat das Ministerium abgelehnt. „Das ist natürlich nicht das, was wir uns gewünscht haben“, so der Dürkheimer Geschäftsführer. „Allerdings erkennen wir an, dass die Patientenversorgung in diesem Bereich voraussichtlich auch ohne die von uns bislang erbrachten Leistungen durch andere Krankenhäuser in der Region gewährleistet ist.“

„Dass das Ministerium erwägt, das Evangelische Krankenhaus Bad Dürkheim perspektivisch zu einem von sieben möglichen Regioklinik-Standorten in Rheinland-Pfalz zu entwickeln, hat uns überrascht“, sagt Vorstand Udo Langenbacher. „Hierzu bedarf es eines weiteren Austauschs mit dem Ministerium.“