Gut 120 Besucherinnen und Besucher bei Podiumsdiskussion zu Frauengesundheit

Vor gut 120 Besucherinnen und Besuchern haben Staatsminister Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Marlene Gottwald, Landtagsabgeordnete für Speyer, Schifferstadt und Römerberg-Dudenhofen, Ärztinnen aus dem Haus, niedergelassene Medizinerinnen sowie Vertreterinnen der Hebammengemeinschaft Speyer und des Frauenhauses am 13. August Aspekte der Gesundheitsversorgung für Frauen in sämtlichen Lebensphasen diskutiert. Prof. Dr. Florian Schütz, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer, moderierte die Veranstaltung unter dem Motto „Frauen stärken – gesund gebären, gesund altern, sicher leben“ im Mutterhaus der Diakonissen Speyer.

Auf dem Podium (von links): Moderator Prof. Dr. Florian Schütz, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe, die Gynäkologinnen Dr. Verena Germann und Dr. Verena Häffner, Gesundheitsminister Clemens Hoch, Landtagsabgeordnete Dr. Marlene Gottwald, Dr. Diana Franke-Chowdhury, Chefärztin Geriatrie, Unfallchirurgin Dr. Daniela Davids, Christiane Warta und Charlene Gorzolla von der Hebammengemeinschaft Speyer und Lena Biedermann vom Frauenhaus Speyer. Foto © Klaus Venus

Beim Auftaktthema Geburtshilfe erörterten die Diskutierenden unter anderem die Chancen personalisierter Vorsorge, die Herausforderungen durch den strukturellen Wandel in der Kliniklandschaft und die Rahmenbedingungen für Hebammen. Ihre wichtige Rolle bei der Versorgung von Frauen vor, während und nach der Geburt betonten sämtliche Redebeiträge zum Thema. Auch die ambulante gynäkologische Versorgung wurde als wichtiger Baustein gewürdigt.

Dass Prävention ein wirkungsvoller Schlüssel moderner Gesundheitsversorgung sein sollte – und nicht zuletzt auch ein Hebel, um Kosten für Diagnostik und Therapie erst gar nicht entstehen zu lassen – war ein besonders klarer gemeinsamer Nenner in der Runde. Das große Potenzial rechtzeitiger Vorbeugemaßnahmen bestätigten auch die Spezialistinnen aus dem altersmedizinischen Bereich, die zudem interessante Tipps zum gesunden Altern gaben. 

Wie hilfreich und wichtig Unterstützungsangebote für Frauen nach Gewalterfahrungen sind, machte der Austausch im dritten Themenblock „Sicher leben“ eindrücklich klar. Sehr positiv fiel die erste Bilanz zum vergleichsweise jungen Angebot Vertrauliche Hilfe nach Gewalt von Land und Projektpartnern aus. Hierbei können Frauen in kooperierenden Kliniken wie dem Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer vertraulich Spuren sichern lassen, die für eine mögliche juristische Aufarbeitung bei Bedarf auch langfristig verwahrt werden.

Nach dem angeregten und konstruktiven Austausch auf dem Podium nutzten Zuhörerinnen die Möglichkeit, von eigenen Erfahrungen im beruflichen und privaten Bereich zu berichten und Ideen für die Frauengesundheit zu formulieren.