Zu den Inhalten springen
Interner Bereich Raumbelegung
Schriftgröße
Schrift größer
Service

    Donnerstag, 8. März 2018


    Diakonissen eröffnen Wohngruppe im Herzen Speyer

    Diakonissen Kinder- und Jugendhilfe

    (hinten v. l.:) Pfarrer Dr. Günter Geisthardt, Georg Lehnen-Schwarzer (Leiter des Fachbereichs Jugend, Familie, Senioren und Soziales der Stadt Speyer), Rolf Schüler-Brandenburger, (vorn v. l.:) Gruppenleiterin Natalie Flegel, Bürgermeisterin Monika Kabs, Matthias Marz (gf. Vorstadt Wilhelm-und-Milly-Vollmer-Stiftung).

    Im doppelten Sinne angekommen sei man mit der neuen Wohngruppe im Rodensteiner Hof, erklärte Rolf Schüler-Brandenburger, Leiter der Diakonissen Kinder- und Jugendhilfe, anlässlich der offiziellen Einweihung der Räumlichkeiten im Herzen Speyers am 8. März. „Wir sind nicht nur räumlich angekommen, sondern auch konzeptionell.“

    „Eine integrative Begleitung von einheimischen Jugendlichen und solchen mit Migrationshintergrund war von Anfang an unser Weg“, verwies er auf eine langjährige Erfahrung in der Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern in anderen Wohngruppen in Speyer. Das Konzept habe sich bewährt: „Die Jugendlichen lernen die Sprache und Lebensweise schnell und unkompliziert kennen“, betonte Schüler-Brandenburger.
    Auch die Stadt habe ein großes Interesse an integrativen Projekten und freue sich, dass sie in den Diakonissen Speyer-Mannheim einen verlässlichen Partner habe, um den Anforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe in Speyer gerecht zu werden, unterstrich Bürgermeisterin Monika Kabs. Sie hoffe, dass viele Jugendliche in der neuen Wohngruppe eine Heimat fänden, „die sie woanders nicht haben.“
    Ein langer Weg sei es bis zur Eröffnung gewesen, sagte Pfarrer Dr. Günter Geisthardt, Vorsteher der Diakonissen Speyer-Mannheim. Die Kinder- und Jugendhilfe sei im Zuge der „Flüchtlingswelle“ früh mit der Stadt im Gespräch gewesen und habe sich bereit erklärt, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen. Für die nun eröffneten Räumlichkeiten sei zunächst eine so genannte Clearingstelle im Gespräch gewesen, im Laufe der Entwicklung habe man sich für eine integrative Wohngruppe entschieden. Sie konnte dank des Engagements der Stadt, die das Gebäude erworben und hergerichtet hat, und der Wilhelm- und Milly-Vollmer-Stiftung, die die Ausstattung unterstützt hat, realisiert werden.
    „Insgesamt haben wir in sieben Einzel- und einem Doppelzimmer Platz für neun Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren“, erklärte Rolf Schüler-Brandenburger. Schon kurz nach der Inbetriebnahme beherbergt die helle freundliche Wohnung im Zentrum Speyers sieben Jugendliche, die von vier Mitarbeiterinnen im Schichtdienst rund um die Uhr betreut werden.

    © Diakonissen Speyer-Mannheim