In unserer Abteilung Anästhesie und Schmerztherapie versorgen wir Sie umfassend und kompetent, wenn es um Narkose und die Diagnose und Therapie von Schmerzen geht.

Darüber hinaus versorgen wir die chirurgischen Patienten auf unserer Intensivstation und stellen die notärztliche Versorgung im Kreis Bad Dürkheim sicher. Dafür ist unser Team um Chefarzt Dr. Jochen Mayer optimal ausgebildet.

Anästhesisten/-innen sind hoch spezialisierte Fachärzte mit einer über zehnjährigen ärztlichen Ausbildung. Ihre Kernaufgabe ist die Sicherstellung der lebenswichtigen Funktionen (Atmung, Kreislauf) sowie die Garantie einer schmerzfreien Operation mit oder ohne Ausschaltung des Bewusstseins.

Narkoseverfahren

Die Allgemeinanästhesie ist ein sicheres Verfahren, das ausschließlich qualifiziertes Personal (Narkosearzt und Narkosepflege) mit Hilfe moderner technischer Ausstattung (Beatmungsgerät, Überwachung/Monitoring von Herz/Kreislauf/Lungenfunktion) vornimmt. Die drei Säulen dieser Narkosevariante sind die Schmerzausschaltung (Analgesie), der Schlaf (Hypnose) sowie bei Bedarf die Muskelerschlaffung (Relaxation). Der Patient wird in einen tiefschlafähnlichen, schmerzfreien Zustand versetzt. Hierzu werden in der Regel zu Beginn der Narkoseeinleitung Medikamente in eine Vene injiziert. Um diesen Zustand aufrechtzuerhalten, werden dem Patienten währen der gesamten Operation Schlaf- und Schmerzmedikamente verabreicht. Der Narkosearzt kontrolliert und bewertet diesen Zustand permanent, um unerwünschte Reaktionen, z.B. des Kreislaufs, oder ein plötzliches Aufwachen zu verhindern.

Durch die Gabe eines lokalen Betäubungsmittels (Lokalanästhesie) kann man bestimmte Körperteile oder -bereiche schmerzfrei machen. Die Injektion des Medikaments an die versorgenden Nerven schafft ausgezeichnete Bedingungen für eine Operation. Möglich sind Zentrale/Rückenmarksnahe Regionalanästhesien und Periphere Regionalanästhesien. Bei den zentralen Regionalanästhesien können nur am unteren Körperstamm ausreichende Bedingungen für eine Operation geschaffen werden (Beispiel: Hüft- und Knieoperationen). Dagegen können heute an allen vier Extremitäten die peripheren Nerven blockiert werden (z.B. Kontrakturen der Hand, Armbrüche, Schulter- und Fußoperationen). Bei den peripheren Regionalanästhesien werden die Medikamente unter Elektrostimulation oder Ultraschall sicher verabreicht. Bei Teilnarkosen können unsere Narkoseärzte auch ein Medikament verabreichen, das Sie in einen dämmerschlafähnlichen Zustand fallen lässt. So werden Sie nichts von der Operation mitbekommen.

Bei manchen operativen Eingriffen oder bei bestimmten Vorerkrankungen kann die Kombination von Vollnarkose und Regionalanästhesie von Vorteil sein. So kann der Narkosemittelbedarf in der Regel deutlich reduziert und die Aufwachphase verkürzt werden. Dieses Verfahren kann auch die Schmerztherapie nach der Operation im Sinne des Patienten optimieren.