Schildrüsenkarzinom

Erkrankungen der Schilddrüse sind in Deutschland sehr häufig. Etwa jeder vierte Mensch in Deutschland hat gutartige Knoten in der Schilddrüse. Sie wird häufig zufällig im Rahmen einer Routineuntersuchung festgestellt. Schilddrüsenkrebs ist dagegen eine seltene Krebserkrankung mit einer Auftretenswahrscheinlichkeit von ca.  1: 30.000 Menschen pro Jahr mit einer Häufung bei Frauen. Betroffene merken von einem Schilddrüsenkarzinom häufig gar nichts, bis sich der Tumor in umliegendes Gewebe ausgebreitet hat. Abhängig von der Zellen, aus denen er hervorgeht, unterscheidet man vier Typen von Schilddrüsenkrebs. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Behandlung und Prognose. Bei adäquater Therapie sind die Heilungschancen bei drei dieser vier Typen gut.

Wird ein Schilddrüsenknoten im Ultraschall als auffällig eingestuft, folgen weitere Untersuchungen wie die Szintigraphie und eventuell auch eine Probenentnahme aus der Schilddrüse durch ultraschallgesteuerte Feinnadelbiopsie. Zudem werden bei Verdacht auf Schilddrüsenkrebs verschiedene Werte im Blut gemessen. Das Probenmaterial aus der Feinnadelbiopsie wird von einem Pathologen unter dem Mikroskop untersucht. Dieser kann erkennen, ob es sich um Schilddrüsenkrebs handelt. In der Schilddrüse gibt es verschiedene Zellen mit verschiedenen Aufgaben. Je nachdem von welcher Zellart der Tumor abstammt, unterscheidet man verschiedene Typen von Schilddrüsenkrebs.