Medizinisches Glossar von A-Z

Unser Glossar erklärt stichwortartig Begriffe aus der Medizin

Abdomen Das Wort Abdomen kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Bauch" oder „Unterleib". Das Abdomen liegt zwischen dem Brustkorb und dem Becken und enthält die Bauchhöhle. Bei einer Untersuchung des Abdomens tastet der Arzt z.B. Leber, Gallenblase, Nieren und Milz ab.
Ablation Als Ablation bezeichnen Mediziner die Entfernung von Körpergewebe oder Körperteilen, z.B. Ablatio Mammae (Entfernung des Brustgewebes, Brustamputation). Andere Worte für Ablation sind Abtragung oder Amputation. Auch eine krankhafte Gewebeablösung wird Ablation genannt, z.B. Ablatio retinae (Netzhautablösung).
Abszess = abgekapseltes Eitergeschwür. Bei einem Abszess sammelt sich in Folge einer bakteriellen Entzündung Eiter im Gewebe an. Abszesse entstehen häufig in Haut oder Unterhaut und selten in inneren Organen. Viele oberflächliche Eitergeschwüre platzen nach einer Weile auf und heilen dann von alleine ab. Bessert sich der Abszess nicht, muss ein Arzt das Geschwür aufschneiden und den Eiter entleeren. In der Regel heilt die Entzündung anschließend komplikationslos aus.
Adjuvante Therapie Der Begriff adjuvante Therapie bezeichnet eine ergänzende Therapie, z.B. im Rahmen einer Krebsbehandlung. Mögliche adjuvante Therapien sind u.a. die adjuvante Chemotherapie oder die adjuvante Hormontherapie, die beispielsweise häufig nach einer Brustkrebs-Operation stattfinden. Die ergänzende Therapie nach der Entfernung des Tumors dient dazu, einem Rückfall und der Entstehung von Tochtergeschwulsten vorzubeugen.
Akut = plötzlich auftretend, heftig verlaufend. Eine akute Erkrankung tritt unerwartet auf. Ihr Verlauf ist meist heftig und dauert in der Regel nur kurze Zeit. In der medizinischen Fachsprache steht akut im Gegensatz zu chronisch (dauerhaft, immer wieder auftretend).
Allergologie Die Allergologie ist eine medizinische Fachrichtung, die sich mit Entstehung, Diagnose und Behandlung von Allergien beschäftigt. Ärzte können sich in einer mehrjährigen Ausbildung zum Allergologen weiterbilden.
Amniozentese = Fruchtwasseruntersuchung. Bei einer Amniozentese führt der Frauenarzt eine Hohlnadel durch die Bauchdecke hindurch in die Fruchtblase ein und entnimmt dort Fruchtwasser. Mithilfe dieser Untersuchung lassen sich Veränderung im Erbgut des Ungeborenen feststellen, z.B. eine Trisomie 21 (Down-Syndrom). Die Notwendigkeit der Amniozentese sollte vorher gut abgewogen werden, da sie in seltenen Fällen eine Fehlgeburt auslösen kann.
Anamnese = Patientengespräch. Bei der Anamnese befragt der Arzt den Patienten zu seinen Beschwerden und seiner medizinischen Vorgeschichte (z.B. Vorerkrankungen, Lebensweise). Die Anamnese ist ein wichtiger Bestandteil bei der Diagnose und dient dem Arzt als Entscheidungsgrundlage für weitere Untersuchungen.
Angiografie Die Angiografie gehört zu den Diagnoseverfahren und stellt Blutgefäße auf einem Röntgenbild dar. Dazu spritzt der Arzt dem Untersuchten ein Kontrastmittel in ein Blutgefäß, um diese in der Röntgenaufnahme sichtbar zu machen. In der Klinik kommt die Angiografie z.B. bei der Darstellung von Hirngefäßen oder zum Nachweis von Thrombosen (Blutgerinnseln) zum Einsatz.
Angiologie Der Begriff Angiologie kennzeichnet die Lehre von den Blut- und Lymphgefäßen. Die Angiologie ist der Inneren Medizin zugeordnet. In der Klinik werden Menschen mit einer Erkrankung der Blut- oder Lymphgefäße daher in der Abteilung für internistische Erkrankungen behandelt.
Benigne Der Begriff benigne kennzeichnet gutartige Geschwülste, die im Gegensatz zu malignen (bösartigen) Tumoren die natürlichen Gewebegrenzen respektieren und nicht in Nachbargewebe eindringen. Benigne Tumoren bilden keine Tochtergeschwulste. Sie können jedoch sehr groß werden und dadurch andere Gewebe verdrängen. Wenn möglich, wird der Tumor in einem solchen Fall operativ entfernt.
Biopsie Die Biopsie gehört zu den medizinischen Diagnoseverfahren. Bei einer Biopsie entnimmt der Arzt eine kleine Gewebeprobe, um sie anschließend zu untersuchen. Eine Biopsie gibt Aufschluss über krankhafte Gewebsveränderungen wie Entzündungen oder Tumoren. Die Probenentnahme erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Manchmal ist auch eine Vollnarkose nötig.
Bronchoskopie = Lungenspiegelung. Mit einem Spiegelgerät, dem Endoskop, kann der Arzt in die Bronchien hineinschauen. Die Bronchoskopie lässt sich sowohl diagnostisch als auch therapeutisch einsetzten. Der Arzt kann z.B. Gewebeproben (Biopsien) entnehmen, mögliche Fremdkörper entfernen oder festsitzenden Schleim aus den Bronchien absaugen. Die Bronchoskopie eignet sich insbesondere zur Diagnose von gut- und bösartigen Tumoren. Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 20 Minuten.
Brustzentrum Ein Brustzentrum ist auf die Behandlung von Brustkrebs spezialisiert. Damit ein Krankenhaus das Zertifikat Brustzentrum erhält, muss es ausreichend Erfahrung in der Behandlung von Brustkrebs nachweisen. Zu den Bedingungen, die ein Brustzentrum erfüllen muss, zählen unter anderem der Nachweis von mindestens 800 Chemotherapien sowie mindestens 150 Brustkrebs-Operationen pro Jahr. Außerdem müssen alle an der Erkennung und Therapie beteiligten medizinischen Fachrichtungen vertreten sein.
Chemoembolisation Die Chemoembolisation ist ein Therapieverfahren, das in der Krebsbehandlung zum Einsatz kommt. Ziel der Chemoembolisation ist es, die Blutzufuhr des Tumors zu verringern und das Gewebe so zum Absterben zu bringen. Dazu verschließt der Arzt mithilfe von speziellen Medikamenten ein Blutgefäß.
Chemotherapie Die Chemotherapie ist ein Therapieverfahren, das häufig bei Krebserkrankungen Anwendung findet. Die Medikamente, die bei einer Chemotherapie zum Einsatz kommen, nennt man Zytostatika. Sie hemmen das Wachstum von sich teilenden Zellen. Da Krebszellen sich sehr schnell und häufig teilen, reagieren sie besonders empfindlich auf diese Wirkstoffe. Chemotherapeutika lassen sich, je nach Art und Schwere der Krebserkrankung, in Tablettenform oder als Infusion verabreichen.
Cholelithiasis = Gallensteine. Cholelithiasis ist sehr häufig: Etwa jede fünfte Frau und jeder zehnte Mann über 40 Jahre hat Gallensteine. Die Mehrzahl der Menschen mit Cholelithiasis hat keine Beschwerden. Verschließt ein Stein jedoch einen Teil des Gallengangs-Systems, treten starke Schmerzen auf. Typisch für einen Gallenblasen-Verschluss sind kolikartige Schmerzattacken, die mehrere Stunden anhalten (Gallenkolik).
Cholezystektomie = operative Entfernung der Gallenblase. Bei einer Gallenblasen-Entzündung ist die Cholezystektomie die Therapie der Wahl. Eine Cholezystektomie lässt sich häufig mittels Schlüsselloch-Chirurgie (minimal invasiv) durchführen, für die nur drei kleine Schnitte notwendig sind. Dadurch ist die Operation weniger belastend und die Mehrzahl der Patienten kann das Krankenhaus schon wenige Tage nach der Operation verlassen.
CT Die Computertomografie (CT) ist eine spezielle Röntgen-Untersuchung, mit der sich einzelne Organe sehr gut bildlich darstellen lassen. Vor allem bei der Diagnostik von Tumoren sowie inneren Verletzungen ist die Computertomografie einer einfachen Röntgen-Untersuchung in der Regel überlegen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert meist nur wenige Minuten.
Duplexsonografie = Ultraschall-Untersuchung, bei der die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes gemessen wird. Eine Duplexsonografie eignet sich insbesondere zur Feststellung von Gefäßverengungen (Stenosen) oder Veränderungen der Gefäßwände (Arteriosklerose).
Echokardiografie = Ultraschall-Untersuchung des Herzens. Die Echokardiografie gehört zu den wichtigsten Untersuchungen in der Kardiologie (Lehre von den Herzerkrankungen). Ärzte wenden die Echokardiografie in erster Linie dazu an, um Größe und Funktion des Herzens zu überprüfen. Mit bestimmten Techniken („Farb-Doppler") ist es zudem möglich, den Blutfluss im Inneren des Herzens darzustellen. Dadurch lassen sich Herzfehler feststellen sowie die Blutfluss- und Druckverhältnisse im Herzen beurteilen.
Endokrinologie Der Begriff Endokrinologie kennzeichnet die Lehre von dem Aufbau und der Funktion hormonbildender Drüsen sowie das Wissen um die Wirkung und Regulation der Hormone. Die Endokrinologie befasst sich u.a. mit Erkrankungen der Schilddrüse, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Störungen der Sexualhormone. Die Endokrinologie ist der Inneren Medizin zugeordnet.
Endoprothese = künstlicher Ersatz von Körperteilen innerhalb des Organismus, der dauerhaft im Körper verbleibt. Eine typische Endoprothese ist das künstliche Hüft- oder Kniegelenk. Aber auch kleine Kunststoffröhrchen (Tubus oder Stent), die dazu dienen, in einem Gefäß oder Ausführgang eine Engstelle oder Undichtigkeit zu überbrücken, nennt man Endoprothese.
Endoskopie Bei einer Endoskopie kann ein Arzt mithilfe eines kleinen Spiegelgeräts in Körperhöhlen wie Magen, Darm, Blase oder Lunge hineinsehen. Die Endoskopie wird sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eingesetzt: Gewebsveränderungen, die der Mediziner bei der Endoskopie feststellt, lassen sich häufig im gleichen Eingriff behandeln.
Extremitäten = Gliedmaßen. In der medizinischen Fachsprache werden die Arme als obere Extremitäten und die Beine als untere Extremitäten bezeichnet.
Gastroenterologie Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit den Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und den angrenzenden Organen (Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse) befasst. Ein typisches diagnostisches Verfahren in einer gastroenterologischen Abteilung ist die Endoskopie, bei welcher der Arzt mit einem kleinen Spiegelgerät in Magen oder Darm hineinschaut.
Gastroskopie = Magenspiegelung. Bei einer Gastroskopie schaut der Arzt mit einem speziellen flexiblen Endoskop (Gastroskop) in den Magen hinein. Der Arzt kann mit dem Endoskop eine Gewebeprobe entnehmen oder während der Gastroskopie kleinere Operationen durchführen. Die Gastroskopie kommt z.B. bei sich wiederholenden Oberbauchbeschwerden, bei Verdacht auf eine Magenschleimhaut-Entzündung oder bei Verdacht auf ein Magengeschwür zum Einsatz.
Geriatrie Die Geriatrie befasst sich mit den Krankheiten des alternden Menschen. Sie wird auch als Altersheilkunde oder Altersmedizin bezeichnet. Das Ärzte- und Pflegepersonal auf der geriatrischen Station der Klinik ist auf Erkrankungen und Probleme alter Menschen spezialisiert, sodass die Patienten dort eine optimale Behandlung und Betreuung erfahren.
Hämatologie = Lehre von der Beschaffenheit und den krankhaften Veränderungen des Blutes, der Blutzellen und der Blutbildung. In dieses Teilgebiet der Inneren Medizin fallen Erkrankungen wie Blutarmut (Anämie), Blutgerinnungsstörungen und Blutkrebs (Leukämie). Der Hämatologe untersucht vor allem Blutproben. In speziellen Fällen ist auch eine Beurteilung des Knochenmarks notwendig, denn dort reifen Blutzellen heran. Störungen der Blutbildung lassen sich daher mithilfe einer Knochenmark-Punktion feststellen.
Hämofiltration Die Hämofiltration ist, ähnlich der Dialyse, ein maschinelles Verfahren zur Blutreinigung. Sie kann die Funktion der Niere, z.B. bei Nierenversagen, übernehmen. Auch Vergiftungen können mit diesem Verfahren behandelt werden. Ein Schlauchsystem leitet das Blut des Patienten in das Hämofiltrations-Gerät. Hier presst ein Druckgefälle Flüssigkeit aus dem Blut ab. Dabei verlassen auch Giftstoffe und Substanzen das Blut, die normalerweise die Niere aus dem Blut filtriert und mit dem Harn ausscheidet.
Herzkatheter Eine Herzkatheter-Untersuchung dient der Diagnose von Erkrankungen des Herzens und der Herzkranzgefäße. Der Herzkatheter ist ein dünner Schlauch, der in eine Arterie oder Vene in der Leiste des Patienten eingeführt wird. Darüber lassen sich feine Instrumente bis zum Herzen vorschieben. Wird die rechte Herzkammer untersucht, spricht man von einem Rechtsherzkatheter; die Untersuchung der linken Herzkammer nennt man Linksherzkatheter. Über den Herzkatheter kann der Arzt ein Kontrastmittel einspritzen und so unter Röntgen-Durchleuchtung Gefäßverengungen sichtbar machen und ggf. sofort behandeln.
Histologische Untersuchung Als histologische Untersuchung bezeichnet man die Beurteilung von Zellen oder Gewebeproben unter dem Mikroskop. Häufig wird dazu das Probenmaterial speziell angefärbt, um einzelne Strukturen (z.B. der Zellkern oder bestimmte Eiweiße) besser darzustellen. Bei Krebserkrankungen ist die histologische Untersuchung notwendig, um die Diagnose zu sichern und die Bösartigkeit des Tumors einzustufen (sog. Grading). Auch zeigt die histologische Untersuchung, ob ein Tumor vollständig entfernt wurde.
Intravenös (i.v.) = innerhalb der Vene; in eine Vene hinein. Bei einer intravenösen Injektion (Abk. i.v.) spritzt der Arzt einen Wirkstoff direkt in eine Vene. Der Wirkstoff verteilt sich dann über den Blutkreislauf sehr schnell im Körper. Benötigt ein Patient dauerhaft Flüssigkeit oder bestimmte Medikamente über die Vene (z.B. Antibiotika), legt der Arzt einen feinen Schlauch in eine Vene ein. Über diesen Zugang erhält der Patient dann die benötigten Wirkstoffe als sog. Infusion („der Patient hängt am Tropf").
Invasiv Invasive Methoden bezeichnen Vorgehensweisen, bei denen der Arzt mit medizinischen Instrumenten in den Körper des Patienten eindringt, um die Diagnose und Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen zu ermöglichen. Dabei nimmt z.B. bei Operationen durch den Hautschnitt auch gesundes Gewebe Schaden.
Karzinom = bösartiger Tumor, der aus entarteten Zellen des sog. Epithelgewebes entsteht. Zu den Epithelgeweben gehören z.B. die Haut und die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts. Darüber hinaus enthalten auch andere innere Organe wie Lunge, Leber, Brustdrüse oder Hoden Epithelschichten. Entsprechend handelt es sich bei bösartigen Tumoren dieser Organe oft um Karzinome (z.B. Lungenkarzinom). Bösartige Tumoren, die aus Zellen des Bindegewebes (z.B. Knorpel oder Knochen) entstehen, heißen dagegen Sarkome.
Koloskopie = Spiegelung des gesamten Dickdarms (Kolon). Der untersuchende Arzt führt in den After des Patienten einen Schlauch (Endoskop) ein und schiebt ihn langsam weiter vor. Erreicht das Endoskop dabei den letzten Abschnitt des Dünndarms (Ileum), wird die Untersuchung Ileokoloskopie genannt. An der Schlauchspitze befindet sich eine Kamera, sodass der Arzt auf einem Bildschirm die Darmschleimhaut sehen und Blutungen, Entzündungen und Tumoren erkennen kann. Außerdem können im Rahmen der Koloskopie Proben entnommen und ggf. kleinere Eingriffe vorgenommen werden.
Komplementärmedizin Die Komplementärmedizin umfasst Untersuchungstechniken und Behandlungsansätze, die streng genommen nicht Bestandteil der klassischen Schulmedizin sind. Die Methoden der Komplementärmedizin werden daher auch als „Alternative Heilverfahren" bezeichnet. Typische Beispiele für Komplementärmedizin sind die Homöopathie, die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) oder Naturheilverfahren.
Konsiliartätigkeit Unter Konsiliartätigkeit versteht man eine beratende (lat. consiliarius = Ratgeber) Unterstützung von Ärzten untereinander: In manchen Fällen ist es sinnvoll, dass ein Arzt einen Spezialisten zu Rate zieht, damit dieser ihn unterstützt, die richtige Diagnose zu stellen und die geeignete Therapie einzuleiten. Der Arzt bittet dann einen entsprechend geeigneten Facharzt um ein sog. „Konsil" - z.B. ein internistisches Konsil durch einen Facharzt für Innere Medizin bei einem Patienten auf der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses. Der Spezialist untersucht den Patienten und fasst den Befund und seine Empfehlung in einem Bericht zusammen.
Koronarangiografie Bei der Koronarangiografie untersucht der Arzt die Herzkranzgefäße (Koronararterien), die den Herzmuskel mit Blut und somit auch mit Sauerstoff versorgen. Bei der Untersuchung nutzt der Arzt einen sog. Herzkatheter, der es ihm ermöglicht, direkt am Herzen Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße einzuspritzen. Im gleichzeitig aufgenommenen Röntgenbild sind die Herzkranzgefäße dann deutlich sichtbar und der Arzt erkennt z.B. Verengungen oder komplette Verschlüsse dieser Gefäße.
Laparoskopie = Bauchspiegelung. Die Laparoskopie ermöglicht dem Arzt, sich die Bauchhöhle des Patienten genau anzuschauen und ggf. Erkrankungen sofort zu behandeln. Ein typischer laparoskopischer Eingriff ist z.B. die Entfernung der Gallenblase. Für eine Laparoskopie sind nur kleine Schnitte notwendig, über die der Chirurg eine Kamera (Endoskop) und Operationsinstrumente in die Bauchhöhle einführt. Da ein großer Bauchschnitt vermieden wird, bezeichnet man solche Eingriffe auch als „minimal-invasiv".
Maligne = bösartig. Der Begriff kennzeichnet in erster Linie Krebserkrankungen, mitunter werden aber auch andere Krankheiten mit sehr schwerem und bedrohlichem Verlauf als maligne bezeichnet. Im Gegensatz zu benignen (gutartigen) Geschwulsten wachsen maligne Tumoren oft sehr schnell. Der Krebs „frisst" sich dabei in benachbartes gesundes Gewebe und Organe hinein (sog. infiltratives Wachstum). Ein typisches Zeichen für Malignität (Bösartigkeit) ist auch die Bildung von Tochtergeschwulsten (Metastasen).
Mediastinoskopie Die Mediastinoskopie ist ein Untersuchungsverfahren in Vollnarkose, bei dem der Arzt den oberen Anteil des Mediastinums einsehen kann. Das Mediastinum ist der Bereich des Brustkorbs, der zwischen den beiden Lungenflügeln liegt und das Herz, die großen Blutgefäße, Lymphknoten und Nerven enthält. Außerdem verlaufen hier die Luft- und Speiseröhre. Über einen Hautschnitt am Hals führt der Untersucher ein starres Sichtrohr (Mediastinoskop) ein. Er kann darüber z.B. Tumoren erkennen und direkt Gewebeproben entnehmen.
Metastase = Tochtergeschwulst eines bösartigen Tumors. Krebszellen können typischerweise in andere Organe streuen. Eine solche Absiedelung ist z.B. eine Lebermetastase bei Darmkrebs. Liegt eine massive Metastasierung vor, spricht man im Volksmund auch von „Streukrebs". Metastasen können in der Onkologie (Krebsheilkunde) u.a. mittels Chemotherapie, Strahlentherapie oder Operation behandelt werden.
Minimal-invasiv Invasive Methoden bezeichnen Vorgehensweisen, bei denen der Arzt mit medizinischen Instrumenten in den Körper des Patienten eindringt, um die Diagnose und Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen zu ermöglichen. Dabei nimmt z.B. bei Operationen durch den Hautschnitt auch gesundes Gewebe Schaden. Unter minimal-invasiv versteht man Methoden, die diesen Schaden und damit die Belastung für den Patienten so gering wie möglich halten (z.B. die laparoskopische oder „Schlüsselloch"-Chirurgie).
MRT MRT ist die Abkürzung für die Magnet-Resonanz-Tomografie, auch Kernspintomografie genannt. Die MRT gehört zu den bildgebenden Verfahren in der Medizin und kann innere Gewebe und Strukturen sichtbar machen. Insbesondere weiche Gewebe, die fett- oder wasserhaltig sind, lassen sich auf MRT-Aufnahmen gut darstellen. Die untersuchten Personen sind dabei keiner Strahlenbelastung ausgesetzt. Bei manchen MRT-Untersuchungen ist eine Gabe von Kontrastmittel erforderlich, um das Gewebe noch besser sichtbar zu machen.
Multiresistent = mehrfach unempfindlich. Krankheitserreger wie Bakterien lassen sich in der Regel durch geeignete Medikamente wie Antibiotika abtöten. Ist ein Bakterium gegen ein bestimmtes Antibiotikum allerdings unempfindlich, so ist es gegen diesen Wirkstoff resistent. Sind gleich mehrere unterschiedliche Wirkstoffe resistent, spricht man von einem multiresistenten Keim. Auch Viren können gegen entsprechende Medikamente (sog. Virustatika) resistent sein.
Neurochirurgie Die Neurochirurgie ist ein Teilgebiet der Medizin. Neurochirurgen operieren am Gehirn oder am Rückenmark, um z.B. Bandscheibenvorfälle, Gehirnverletzungen, Hirnblutungen (Schlaganfall) oder Hirntumoren zu behandeln. Durch computergesteuerte Technik ist es Neurochirurgen möglich, auch in schwer zugänglichen Bereichen des Schädels präzise zu operieren.
Nosokomial = im Krankenhaus erworben. Eine nosokomiale Infektion ist eine Ansteckung mit Krankheitserregern (sog. Krankenhaus-Keime) während eines Krankenhaus-Aufenthalts. Solche Krankenhaus-Keime können resistent gegen Antibiotika und daher schwer zu bekämpfen sein. Der Begriff „nosokomial" leitet sich vom griech. Wort „Nosokomeion" (= Krankenhaus) ab.
Obstipation = Verstopfung. Der Stuhlgang ist selten und der Stuhl teilweise von so harter Konsistenz, dass Schmerzen beim Entleeren des Darms auftreten. Ursache einer Obstipation kann unter anderem eine ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel oder Erkrankungen (z.B. Darm- und Nervenerkrankungen, Diabetes mellitus, Hormonstörungen) sein. Die Behandlung der Verstopfung richtet sich nach ihrer Ursache. Allgemein hilft Bewegung, eine ballaststoffreiche Kost sowie Quellmittel (z.B. Flohsamen). Es ist sehr wichtig, ausreichend zu trinken, um einer Verstopfung vorzubeugen.
Onkologie = Teilgebiet der Inneren Medizin, das die Behandlung von Krebserkrankungen umfasst. Zur Onkologie zählt die Krebsvorsorge, Diagnose von Tumoren (u.a. mittels bildgebender Verfahren), Therapie (u.a. Chemo- und Strahlentherapie) und die Nachsorge. Psychotherapeutische Unterstützung bietet die Psychoonkologie.
Ösophagoduodenoskopie (auch: Ösophagogastroduodenoskopie) = Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Dazu führt der Arzt einen dünnen Schlauch in die Speiseröhre (Oesophagus) ein, über den er den Verdauungstrakt über den Magen (Gaster) bis zum Zwölffingerdarm (Duodenum) begutachten kann. So erkennt der Arzt Anzeichen von Entzündungen sowie Blutungen und Geschwüre (Ulcera) der Schleimhäute. Auch kann er Gewebeproben (Biopsien) entnehmen.
Ösophagusmanometrie = Druckmessung in der Speiseröhre. Mithilfe der Ösophagusmanometrie lässt sich die Funktion der Speiseröhre und ihrer Schließmuskeln überprüfen. Dabei schiebt der Arzt einen Schlauch (Katheter) über die Nase in die Speiseröhre. Dieser ist mit Messfühlern ausgestattet und zeichnet den Ruhedruck in der Speiseröhre sowie den Druck beim Schlucken von Leitungswasser auf. Die Methode wird zur Diagnostik bei Schluckbeschwerden, Rückfluss von Magensäure (Sodbrennen, Reflux) und Speiseröhren-Krämpfen eingesetzt.
Pädiatrie = Kinder- und Jugendheilkunde. Die Pädiatrie ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Gesundheit von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen befasst. Dabei steht die gesunde Entwicklung des Kindes, die Krankheitsvorsorge sowie die Erkennung und Behandlung von Krankheiten im Vordergrund. Kinderärzte (Pädiater) setzen Wissen und Methoden aus den verschiedensten Fachgebieten ein.
Palliativmedizin Die Palliativmedizin hilft bei fortgeschrittenen, schweren Erkrankungen, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. So werden palliativ unter anderem Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit und depressive Verstimmungen behandelt. Dabei steht mehr das Wohlbefinden des Betroffenen im Vordergrund, als eine Lebensverlängerung mit allen Mitteln. Im Gegensatz zur Palliativmedizin hat eine kurative Behandlung die Heilung von der Erkrankung zum Ziel.
PEG = Perkutane Endoskopische Gastrostomie. Die PEG ist ein künstlicher Zugang zum Magen von außen, d.h. durch die Bauchwand. Sie ermöglicht die künstliche Ernährung über einen längeren Zeitraum hinweg, z.B. bei Krebserkrankungen, Schlaganfällen oder Operationen an Gesicht oder Kiefer. Durch eine PEG lässt sich flüssige Nahrung in den Magen spritzen. Eine PEG ist im Gegensatz zur Magensonde auch bei Schluckbeschwerden einsetzbar. Die PEG wird mithilfe eines Endoskops durch die Bauchwand in den Magen gelegt bzw. entfernt.
Phlebologie Die Phlebologie ist eine medizinische Fachrichtung, die sich mit der Erkennung und Behandlung von Gefäßerkrankungen (vor allem der Venen) befasst. Venenärzte (Phlebologen) behandeln Venenerkrankungen wie Krampfaderleiden (Varikosis).
pH-Metrie = Messung des pH-Werts. Im medizinischen Sinne wird bei der pH-Metrie die Säurebildung im Magen gemessen oder geprüft, ob Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt (Reflux). Der Arzt platziert eine Mess-Sonde über einen dünnen Schlauch (Katheter) durch das Nasenloch in Magen oder Speiseröhre. Ein tragbares Messgerät zeichnet 24 Stunden lang die pH-Werte auf. Essen, Trinken und Bewegung sind erlaubt. Die pH-Metrie hilft bei der Diagnose von dauerhaftem Sodbrennen (Refluxerkrankung) oder einer veränderten Säurebildung im Magen.
Pneumologie = Lungenheilkunde. Die Pneumologie (auch: Pneumonologie, Pulmologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Lungenärzte (Pneumologen) befassen sich mit der Funktion und Erkrankungen der Lunge und der Luftwege (Bronchien) sowie des umgebenden Brustfells (Pleura) und Mittelfells (Mediastinum). Häufige pneumologische Erkrankungen sind Asthma bronchiale, akute und chronische Bronchitis und die Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Zur Diagnose lassen sich u.a. die Lungenspiegelung (Bronchoskopie), bildgebende Verfahren sowie ein Lungenfunktionstest (Spirometrie) einsetzen.
Polysomnografie = Untersuchung des Schlafs in einem Schlaflabor. Mittels Polysomnografie lassen sich Schlafstörungen feststellen und teilweise auch deren Ursachen aufdecken. Sie dauert gewöhnlich zwei Tage, wobei auch das Wachverhalten protokolliert wird. Zu den nächtlichen Untersuchungen zählen u.a. das Aufzeichnen von Herz- und Hirnströmen (EKG, EEG), des Sauerstoffgehalts des Bluts (Pulsoxymetrie), der Muskelspannung (EMG) und der Augenbewegungen (EOG).
Port Port ist das Kurzwort für Portkatheter. Dabei handelt es sich um einen dauerhaften Zugang in den Blutkreislauf. Durch einen Portkatheter kann medizinisches Personal Arzneimittel in das Blut geben oder Blut entnehmen, ohne jeweils durch die Gefäßwand der Venen zu stechen (Injektion). Ports sind u.a. bei Chemotherapien und künstlicher (parenteraler) Ernährung sinnvoll, um Venenentzündungen durch wiederholtes Spritzen zu vermeiden. Sie bestehen aus einem Reservoir aus Metall oder Kunststoff sowie einer Membran und sind im Unterhautfettgewebe platziert.
Pränatale Diagnostik = Untersuchung des ungeborenen Kindes und der Schwangeren. Die Pränatale Diagnostik (auch: Pränataldiagnostik) ist Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge. Dabei werden routinemäßig alle Schwangeren in bestimmten zeitlichen Abständen mittels Ultraschall (Sonografie) untersucht. Der Arzt erkennt dabei u.a. die Größe und Lage des Kindes und des Mutterkuchens (Plazenta) sowie mögliche Auffälligkeiten. Bei einer Risikoschwangerschaft lassen sich mithilfe einer Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie kindliche Zellen untersuchen.
Psychoonkologie Die Psychoonkologie hilft bei einer Krebserkrankung, die Krankheit und ihre Folgen seelisch zu bewältigen. Psychoonkologen unterstützen an Krebs Erkrankte und ihre Angehörigen zum einen psychologisch (z.B. mit einer Psychotherapie) und zum anderen in der Bewältigung des Alltags (soziologisch). Zum Psychoonkologen können sich Ärzte und Psychologen weiterbilden lassen, ebenso Sozialpädagogen, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Theologen und verwandte Berufsgruppen.
Pulmonal = die Lungen betreffend. Beispielsweise handelt es sich bei den Pulmonalarterien um die Gefäße, welche die Lunge mit sauerstoffreichem Blut versorgen. Medikamente, die pulmonal verabreicht werden, gelangen über die Lunge (Einatmung, Inhalation) in den Körper, z.B. Asthma-Spray.
Radiologie = Strahlenmedizin. Die Radiologie ist ein medizinisches Teilgebiet, das sich mit der Erforschung und Anwendung von (meist) energiereicher Strahlung befasst. So lassen sich z.B. Röntgenstrahlen zur Diagnose (z.B. von Knochenbrüchen) und zur Therapie (Strahlentherapie, z.B. von Krebserkrankungen) einsetzen. Auch weitere bildgebende Verfahren wie die Computertomografie (CT), Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT, Kernspintomografie) und Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) werden in der Radiologie angewandt.
Rezidiv = Wiederauftreten eines Tumors oder einer Erkrankung. Beispielsweise kann nach einer Brustkrebs-Behandlung ein erneuter bösartiger Knoten in der Brust auftreten. Um ein Rezidiv frühzeitig erkennen und behandeln zu können, erfolgen bei Krebserkrankungen regelmäßige Nachsorge-Untersuchungen.
Senologie Senologie ist die Lehre von der Brust und ihren Erkrankungen. Der Begriff setzt sich aus dem französischen Wort „le sein" (= die Brust) und dem griechischen Wort „logos" (= die Lehre) zusammen. Der Senologe ist spezialisiert auf die Behandlung von Erkrankungen der Brust. Hierzu zählen auch bösartige Tumoren der Brust (Brustkrebs, Mammakarzinom).
Sonografie = Ultraschall-Untersuchung. Die Sonografie ist ein bildgebendes Verfahren, welches es ermöglicht, innere Organe sichtbar zu machen und ggf. Veränderungen zu erkennen. Eine Ultraschall-Sonde erzeugt dabei Schallwellen, welche das Gewebe entweder zurückwirft (reflektiert) oder streut. Das Ultraschall-Gerät misst die reflektierten Anteile und zeigt sie als Bild auf einem Monitor an. Die Ultraschall-Untersuchung ist schmerzfrei und birgt keine Risiken und Nebenwirkungen.
Stent Ein Stent ist ein kleines Gitterröhrchen aus Metall oder Kunststoff, das als Gefäßstütze dient (Gefäßprothese). Ein solches Drahtgeflecht wird in der Medizin beispielsweise nach der Aufdehnung eines verengten Herzkranzgefäßes eingesetzt, um dieses zu stabilisieren und vor einem erneuten Verschluss zu bewahren.
Stomatherapie Ein Stoma ist eine operativ hergestellte Öffnung zur Körperoberfläche. Meist ist hiermit der künstliche Darmausgang, das Enterostoma (auch Anus praeter oder Bauchafter) gemeint. Die Stomatherapie kann vorübergehend oder dauerhaft notwendig sein, wenn die normale Darmfunktion nicht mehr möglich ist (z.B. bei Enddarmkrebs). Der Anus wird operativ verschlossen und der Darm auf die Bauchdecke ausgeleitet. Die Austrittsstelle erhält einen geruchsdichten Auffangbeutel für den Stuhl, oder die Bauchdecken-Öffnung wird mit einer Klappe abgedeckt und einmal am Tag der Darm mit einer Spülflüssigkeit geleert. Bereits im Krankenhaus erlernen Menschen mit einer Stomatherapie den Umgang mit dem künstlichen Darmausgang (Beutelwechsel, Hautpflege etc.). Als Stoma bezeichnet man in der Medizin auch andere künstliche Ausgänge, wie die der Blase zur Ableitung des Urins (Urostoma) oder der Luftröhre zwecks Beatmung (Tracheostoma).
Strahlentherapie Bei der Strahlentherapie wird energiereiche (ionisierende) Strahlung eingesetzt, z.B. Röntgen- oder Elektronenstrahlung. Sie eignet sich u.a. zur Behandlung von bestimmten Krebsarten. Dabei berechnet ein Strahlentherapeut, welche Strahlenart und Strahlendosis optimal sind. Die Strahlentherapie tötet Krebszellen ab oder schränkt deren Teilungsfähigkeit ein. Mehrere Behandlungen sind notwendig; meist ordnet ein Arzt (Onkologe) die Strahlentherapie in Kombination mit einer Chemotherapie oder Operation an.
Tagesklinik Eine Tagesklinik ist eine Einrichtung der ambulanten bzw. teilstationären Patienten-Versorgung. Hier können Patienten bis zu 24 Stunden lang medizinisch betreut werden. Neben fachspezifischen Tageskliniken (z.B. für Psychiatrie), gibt es fachübergreifende (interdisziplinäre) Einrichtungen. Krankenhäuser verfügen häufig über Tageskliniken, in denen die Patienten nach ihrem stationären Aufenthalt eine Zeit lang tagsüber weiter behandelt werden.
Transthorakal Der Begriff transthorakal bedeutet „durch (= trans) den Brustkorb (= Thorax)". So wird das Herz bei der transthorakalen Echokardiografie (= Ultraschall-Untersuchung des Herzens) mittels einer auf den Brustkorb platzierten Ultraschall-Sonde von außen „durch den Brustkorb" betrachtet.
Tumor Als Tumor bezeichnet man gemeinhin eine Geschwulst. Genau genommen handelt es sich um eine Schwellung von Gewebe, welche die unterschiedlichsten Ursachen haben kann. Tumor bedeutet nicht gleich Krebs: Von einem bösartigen (malignen) Tumor (= Krebs) zu unterscheiden sind die viel häufigeren, gutartigen (benignen) Tumoren. Auch Entzündungen und Verletzungen mit Flüssigkeitsansammlung (Ödeme) können Schwellungen (= Tumoren) verursachen.
Viszeralchirurgie Die Viszeralchirurgie ist ein Teilgebiet der Chirurgie und umfasst die operative Behandlung der Bauchorgane, also v.a. von Magen und Darm, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Leber und Milz. Auch ein Leistenbruch wird in der Viszeralchirurgie operiert. Der deutsche Begriff lautet Bauchchirurgie.
Zytologie = Lehre von den Zellen. In der Medizin dient die Zytologie in erster Linie der Erkennung krankhafter Veränderungen von Zellen. Bei Verdacht auf eine bestimmte Erkrankung entnimmt der Arzt einen Abstrich oder eine Gewebeprobe (Biopsie, Punktion). Im Labor werden die Zellen angefärbt und unter dem Mikroskop begutachtet. Regelmäßige zytologische Untersuchungen beim Frauenarzt sind wichtig in der Krebsvorsorge (PAP-Abstriche), da sich hiermit frühzeitig Veränderungen der Schleimhautzellen nachweisen lassen.