Diagnostik

Sie haben bei sich einen Knoten in der Brust getastet? Der erste Weg führt Sie zu Ihrem niedergelassenen Frauenarzt. Wenn er eine weitere Abklärung für notwendig hält, wird er Sie mit einer Überweisung in der Brustsprechstunde vorstellen.

Nach dem Erheben Ihrer Krankengeschichte und dem Sichten sämtlicher Vorbefunde (Mammographiebilder und -befunde, auswärtige Histologiebefunde etc.) führen wir eine Untersuchung durch.

Mittels Ultraschallwellen wird Ihre Brust untersucht. Im Ultraschall kann man verschiedene Herde der Brust sehr gut beurteilen. Sollten sich Befunde darstellen, die nicht als eindeutig gutartig zu klassifizieren sind, wird eine Stanzbiopsie unter Ultraschallkontrolle vorgenommen. Dabei handelt es sich um einen kleinen ambulanten Eingriff. Zunächst wird der entsprechende Bezirk in der Brust örtlich betäubt, bevor mit einer Hochgeschwindigkeits-Stanznadel zwischen drei und fünf Proben entnommen werden. Der pathologische Befund der Proben liegt am darauffolgenden Werktag vor, und wir teilen Ihnen das Ergebnis in einem telefonischen oder persönlichen Gespräch mit.

Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Sie wird häufig ergänzend zur Mammasonographie durchgeführt, da insbesondere die Ausdehnung von Mikrokalkarealen, hinter denen Krebsvorstufen stecken können, mit einer Mammographie besser beurteilt werden kann. Das Radiologische Zentrum Speyer führt Mammographien mit neuesten Geräten durch.

In Einzelfällen ist ergänzend zur Mammasonographie und Mammographie auch noch eine Beurteilung der Brust im MRT vonnöten. Während der Untersuchung liegt man in einer Röhre, die mithilfe von Magnetfeldern und ohne Röntgenstrahlung Bilder der Brust in vielen dünnen Schichten anfertigt. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist nicht immer gegeben.

Einige Brusterkrankungen lassen sich ausschließlich in der Mammographie entdecken, nicht im Ultraschall. Um auch diese ambulant abklären zu können, ohne gleich zu operieren, wird unter mammographischer Sicht Gewebe durch eine Vakuumsaugbiopsie entnommen. Dazu arbeiten wir mit Kooperationspartnern. Wenn notwendig, vereinbaren wir in deren Praxis einen Termin für Sie.

Um eine Ausbreitung der bösartigen Zellen eines Brustkrebsknotens auf den restlichen Körper auszuschließen, führen wir sogenannte Staging-Untersuchungen durch. Dabei wird die Lunge mittels Röntgenuntersuchung, die Leber mit Ultraschall abgeklärt. In einigen Fällen werden auch eine Knochenszintigraphie, eine Computertomographie oder ein MRT notwendig.