Erzieher/in

Wenn Sie sich gerne mit Kindern und Jugendlichen beschäftigen, Antworten auf ihre Fragen als Herausforderung und nicht als Anstrengung empfinden, dann ist der verantwortungsvolle Beruf der Erzieherin bzw. des Erziehers für Sie eine zukunftsweisende Perspektive.

Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe wie beispielsweise Kindertagesstätten, Heime und weitere sozial- und sonderpädagogische Praxisfelder und Ganztagsschulen brauchen fachlich qualifizierte und engagierte Gruppenerzieher und -erzieherinnen.

Die Mitarbeitenden in diesen Feldern sollen vielseitig informiert und interessiert sein. Sie sollen fähig sein, Kinder und Jugendliche zu sozialem Verhalten und wachsender Selbständigkeit für das Leben in der Welt von morgen vorzubereiten. Um sich dies nicht nur theoretisch anzueignen, sondern auch praktisch zu erfahren, legt unsere Schule besonderen Wert auf eine sehr praxisnahe Ausbildung.

Die Diakonissen Fachschule für Sozialwesen ist AZAV zertifiziert und kann für die Erzieherausbildung Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit einlösen.

Der Unterricht erfolgt von Montag bis Freitag am Vor- und Nachmittag. Die Stundentafel für Ihre Ausbildung sieht 34 Wochenstunden vor. Zwei Jahre werden Sie in der Schule sein, ein weiteres Jahr im vergüteten Berufspraktikum. Sie werden über diese drei Jahre von der Schule intensiv betreut.

Am Ende Ihrer Ausbildung steht eine Prüfung, die Sie mit der Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte/r Erzieher/in“ abschließen werden.

Wir freuen uns auf Sie!

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Das erste und zweite Ausbildungsjahr sind überwiegend schulisch und vermitteln Kenntnisse und Fähigkeiten in zwölf Pflichtmodulen und einem Wahlpflichtmodul. Nach zwei Jahren findet eine Abschlussprüfung der schulischen Ausbildung statt. Mit bestandener Prüfung werden Sie zum dritten Ausbildungsjahr, dem Berufspraktikum, zugelassen. Begleitet werden Sie im Berufspraktikum von der Schule in Modul 13, das an ausgewählten Unterrichtstagen stattfindet. Die Module werden einzeln zertifiziert und in der Regel von Lehrerteams unterrichtet.

Folgende Module bereiten Sie auf Ihren Beruf vor:

  • Eine professionelle Haltung in der Berufsausbildung entwickeln
  • Kommunikation, Lern- und Arbeitstechniken erproben
  • Berufsbezogene Kommunikation in einer Fremdsprache erlernen
  • Erziehungs- und Bildungsauftrag im gesellschaftlichen Kontext umsetzen
  • Entwicklungsprozesse beobachten, reflektieren und dokumentieren
  • Ganzheitliche Entwicklung in den Bereichen Gesundheit und Bewegung fördern und   lebenspraktische Tätigkeiten anleiten
  • Bildungsprozesse anregen und unterstützen
  • Persönlichkeitsentwicklung durch ästhetische Erziehung, kreatives Gestalten, Musik und Rhythmik fördern
  • Prozesse religiöser Bildung und Erziehung gestalten (evangelische Religionspädagogik)
  • Erziehungs- und Bildungsprozesse in Kindertagesstätten gestalten
  • Erziehungs- und Bildungsprozesse in Kinder- und Jugendarbeit und in den Hilfen zur Erziehung gestalten
  • Erziehungs- und Bildungsprozesse in der Arbeit mit beeinträchtigten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gestalten
  • Ein Abschlussprojekt durchführen

Nach erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung erwerben Sie die Berechtigung, die Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte/r Erzieher/in“ zu führen. Der erfolgreiche Abschluss aller Module ist gleichwertig mit der Fachhochschulreife für Rheinland-Pfalz.

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, in der Begegnung mit der christlichen Tradition der Diakonissen Speyer-Mannheim zu Ihrer eigenen Position im Glauben zu finden.

Während der zweijährigen Ausbildung in der Schule werden Sie drei Praktika in unterschiedlichen sozial- und sonderpädagogischen Einrichtungen im Gesamtumfang von 60 Tagen durchführen.

Während Ihrer gesamten Schulzeit erfahren Sie zusammen mit Ihren Lehrerinnen und Lehrern praktische Einsätze in unterschiedlichen sozial- und sonderpädagogischen Einrichtungen. Im dritten Ausbildungsjahr arbeiten Sie in einer solchen Einrichtung und werden in Ihrem beruflichen Entwicklungsprozess durch eine zweimalige Vorortbetreuung durch unsere Lehrkräfte begleitet. In der Schule werden Sie im Rahmen von 80 Unterrichtsstunden auf Ihren Abschluss (Lernmodul 13) vorbereitet.

Alle Informationen zu den Lehrplänen und der Fachschulverordnung finden Sie auch auf der Seite des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz: berufsbildendeschule.bildung-rp.de.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass die von uns ausgebildeten Erzieherinnen und Erzieher auf dem Arbeitsmarkt begehrt sind. Darüber hinaus steht den Absolventinnen und Absolventen in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit des Studiums an einer Fachhochschule im Bereich der Sozialpädagogik offen, wenn sie alle Ausbildungsmodule erfolgreich abgeschlossen haben.

Aufnahmevoraussetzungen für die Fachrichtung Sozialpädagogik sind

1. ein qualifizierter Sekundarabschluss I und

a) der Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung oder nach Landes- oder sonstigem Bundesrecht oder eine als gleichwertig anerkannte Ausbildung oder

b) der Abschluss einer mindestens der Laufbahn des mittleren Dienstes gleichwertigen Ausbildung in einem Beamtenverhältnis oder

c) eine mindestens dreijährige hauptberufliche einschlägige Tätigkeit oder

d) das mindestens dreijährige Führen eines Familienhaushalts mit mindestens einem minderjähren Kind oder

2. die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife in Verbindung mit einer mindestens viermonatigen einschlägigen praktischen Tätigkeit.
Auf die Tätigkeit nach Absatz 1 Nr. 1 Buchst. c, d und Nr. 2 werden im Umfang der abgeleisteten Monate angerechnet:

  • die Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres gemäß dem Jugendfreiwilligendienstgesetz vom 16. Mai 2008 (BGBl. I S. 842) in der jeweils geltenden Fassung, das geeignet ist, auf die nachfolgende Berufsausbildung vorzubereiten,
  • die Ableistung eines Bundesfreiwilligendienstes gemäß dem Bundesfreiwilligendienstgesetz vom 28. April 2011 (BGBl. I S. 687) in der jeweils geltenden Fassung, der geeignet ist, auf die nachfolgende Berufsausbildung vorzubereiten,
  • eine einschlägige ehrenamtliche Tätigkeit.

3. Die Schulbehörde kann die Aufnahme anderer Bewerberinnen und Bewerber genehmigen, wenn deren Bildungsstand und beruflicher Werdegang den Aufnahmevoraussetzungen dieses Bildungsgangs gleichwertig sind.

Quelle: Fachschulverordnung, siehe auch: 
http://berufsbildendeschule.bildung-rp.de/recht/schulformbezogene-landesverordnungen.html

Bewerbungen richten Sie bis zum 1. März des Jahres der gewünschten Schulaufnahme mit folgenden Unterlagen an die Schule:

  • Bewerbungsschreiben (formlos)
  • Aufnahmeantrag
  • tabellarischer, lückenloser Lebenslauf mit Konfessionsangabe (unterschrieben) und Passbild
  • Beglaubigte Fotokopie des Zeugnisses über den Erwerb des qualifizierten Sekundarabschlusses I („Mittlere Reife“) bzw. des letzten Zeugnisses der besuchten Schule oder Halbjahreszeugnis 12./13. Klasse und den Nachweis über/die Zusage für ein viermonatiges Praktikum
  • Nachweis der beruflichen Voraussetzungen (siehe Aufnahmevoraussetzungen)
  • Nachweis über berufliche, praktische und ehrenamtliche Tätigkeiten (Sollten Sie ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst abgeleistet haben, belegen Sie dies bitte mit einem Zeugnis oder einem Zwischenzeugnis.)
  • ggf. Geburtsurkunde des Kindes
  • 1x 1,45 € Briefmarke

Bitte verzichten Sie beim Zusammenstellen Ihrer Unterlagen auf eine Bewerbungsmappe, Schnellhefter und/oder Prospekthüllen. Diese werden von uns nicht zurückgeschickt.