Ausbildung in der Altenpflege

Wenn Sie gerne mit Senioren in Kontakt treten und ihre Hilfe anbieten, sich für das Leben alter Menschen interessieren, mit Freude Menschen bei der Pflege unterstützen, Ihnen Verantwortung im medizinischen Bereich am Herzen liegt und Ihnen die Begleitung der Senioren und Mitplanung ihres Alltages ein wertvolles Gut ist, dann sind Sie in der Altenpflege genau richtig.

Wir bieten sowohl die einjährige Ausbildung zur Altenpflegehelferin/zum Altenpflegehelfer als auch die dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger an.

Der Ausbildungsbeginn variiert in den Bundesländern. In Rheinland-Pfalz beginnt die Ausbildung am 1. August.

Staatlich anerkannte Altenpflegehelfer/innen:

Schulische Ausbildung:      800 Stunden

Praktische Ausbildung:      850 Stunden 

Ausbildungsvergütung:      951,10 € (Stand 12/18)

Wenn die Ausbildungsvergütung nicht reicht?
Es gibt die Möglichkeit einer Förderung über die Arbeitsagentur, sowohl bezogen auf WeGeBau als auch über einen Bildungsgutschein, sodass eine Ausbildung mit einem auskömmlichen Einkommen mit Familie oder als Alleinstehender im Alter ab 25 Jahren durchgeführt werden kann.

Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung umfasst ein ganzes Schuljahr. Schulblöcke wechseln mit Einsätzen in der für die Praxis zuständigen Einrichtung (ambulante oder stationäre Einrichtung der Altenpflege) ab.

Die Ausbildung endet mit einer praktischen und theoretischen Prüfung mit staatlicher Anerkennung am Ende des Schuljahres.

Staatlich anerkannte Altenpfleger/innen

Schulische Ausbildung:                 2.350 Stunden

Praktische Ausbildung:                  2.500 Stunden

Ausbildungsvergütung beträgt aktuell:

  • 1. Jahr: 1.048,83 €
  • 2. Jahr: 1.123,08 €
  • 3. Jahr: 1.246,82 € (Stand: 12/18)

    + Zeitzuschläge für Nachtdienst, Sonn- und Feiertage
    + zweimal jährliche Sonderzahlung eines halben Monatsgehalts

Die Ausbildung umfasst drei Jahre. Schulblöcke wechseln mit Einsätzen in der für die Praxis zuständigen Einrichtung (ambulante oder stationäre Einrichtung der Altenpflege). Neben den Praxiseinsätzen lernen die Schülerinnen und Schüler durch Außeneinsätze die Tätigkeiten eines Allgemeinkrankenhauses, einer gerontopsychiatrischen Einrichtung und einer Einrichtung der offenen Altenhilfe (ambulanter Dienst) kennen.

Die Ausbildung endet mit einer praktischen, schriftlichen und mündlichen Prüfung.

An unserer Fachschule für Altenpflege erwerben Sie mit der staatlichen Anerkennung die Fachhochschulreife für Rheinland-Pfalz.

Als Schülerin oder Schüler werden Sie von Seiten der Schule von einem Praxislehrer betreut. Der Lehrer besucht Sie in der Praxiseinrichtung und berät und begleitet bei praktischen Einsätzen.

Ebenso werden Sie in Ihrer Fachpraxis von einem Mentor oder einer Mentorin betreut, die alle in der Schule gelernten pflegerelevanten Inhalte in die Praxis überträgt und mit Ihnen umsetzt.

Der Unterricht findet fächerübergreifend im Lernmodulsystem statt.

Sie lernen, entsprechend des Hilfebedarfes eines älteren Menschen aufgrund pflegerischer Erkenntnisse eine umfassende Pflege zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

Eine geplante Pflege umfasst alle Bereiche des Lebens des zu betreuenden Menschen. Neben der Pflege erwerben Sie Kenntnisse zur Erhaltung und Wiederherstellung individueller Fähigkeiten sowie die Planung und Umsetzung einer für die älteren Menschen wichtigen Tagesstruktur.

Dabei stehen Lernbereiche wie Aktivierung und Ernährungslehre im Vordergrund.

Die Erhaltung der eigenen Gesundheit ist ein nicht unbedeutender Aspekt im Umgang mit schwerstpflegebedürftigen Menschen. Richtiges Heben und Bewegen gehören zu Ihren physiotherapeutischen Grundlagen wie auch therapeutische Maßnahmen an den zu Versorgenden. 

Darüber hinaus erhalten Sie vielfältige Kenntnisse aus weiteren Bezugswissenschaften wie Psychologie, Soziologie, Pädagogik und Recht.

Spezielle Anforderungen an die Kommunikation mit Menschen mit Demenz oder anderen Krankheitsbildern bilden einen weiteren Schwerpunkt der Ausbildung.

Die Ausbildung umfasst die Beratung der alten Menschen, derer Angehörigen und Bezugspersonen.

Ein guter Ablauf einer Einrichtung für Senioren kann nur gelingen, wenn Sie als Pflegekraft auch die pflegerelevante Dokumentation und Organisationsstrukturen beherrschen.

Nicht zuletzt treten Sie mit Menschen in Kontakt die Fragen an ihr Leben und ihren Glauben formulieren. Zu einer eigenen Auseinandersetzung mit Glaubens- und Lebensfragen werden Sie als Schülerinnen und Schüler herausgefordert.

Neben den in der Stundentafel festgelegten Inhalten legt unsere Fachschule für Altenpflege Wert auf gemeinsame Aktivitäten wie Studientage außerhalb der Schule sowie gemeinsames Gestalten von Festen und Gottesdiensten.

Altenpflegehilfe
Ein Praxislehrer oder eine Praxislehrerin der Schule betreut Sie in der fachpraktischen Einrichtung (Seniorenzentrum oder ambulante Pflege). Das heißt der Lehrer oder die Lehrerin stattet Ihnen in Ihrer Einrichtung mehrere Besuche ab und leitet Sie bei der pflegerischen und sozialen Betreuung sowie der Behandlungspflege der anvertrauten Bewohnerinnen oder Patienten an.

Sie sind nach Abschluss einer Prüfung befähigt, die anvertrauten Menschen im Rahmen Ihrer Qualifikation ganzheitlich zu betreuen. 
 

Altenpflege                             
Wie auch bei der Altenpflegehilfe begleitet ein Praxislehrer oder eine Praxislehrerin der Schule Sie in der fachpraktischen Einrichtung (Seniorenzentrum oder ambulante Pflege).

Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr haben Sie die Aufgabe, Praktika beispielsweise in einem Krankenhaus, in einer psychiatrischen Klinik oder in einer gerontopsychiatrischen Einrichtung (150 Stunden) und einer Einrichtung der offenen Altenhilfe (ambulanter Dienst) kennen zu lernen (300 Stunden).

Nach Abschluss des Examens sind Sie befähigt, die pflegerischen Tätigkeiten und die Betreuung der anvertrauten Bewohnerinnen und Patienten als examinierte Fachkraft durchzuführen. Ebenso sind Sie verantwortlich für die Planung der Dienste und des Tagesablaufes sowohl der Ihnen anvertrauten Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die Ihnen zugeordneten Mitarbeitenden.

Welche Chancen haben Sie nach Abschluss der Altenpflegehilfe?

Als Altenpflegehelferin oder Altenpflegehelfer arbeiten Sie auf einem Wohnbereich einer Altenhilfeeinrichtung und betreuen und pflegen Seniorinnen und Senioren, oder Sie sind im ambulanten Pflegedienst zur Pflege eingesetzt.

Es ist Ihnen auch möglich, im Anschluss an die staatliche Altenpflegehelferprüfung ins zweite Ausbildungsjahr der Altenpflege einzusteigen und die stattliche Anerkennung zum Altenpfleger/zur Altenpflegerin zu erwerben.

Welche Chancen haben Sie nach dem Abschluss der Altenpflege?

Als Altenpflegerin oder Altenpfleger arbeiten Sie im stationären oder ambulanten Bereich der Altenhilfe. Sie pflegen und betreuen Seniorinnen und Senioren und versorgen die Behandlungspflege entsprechend Ihrer Qualifikation.

Sie haben die Chance, eine Ausbildung zur Mentorin/zum Mentor zu absolvieren und Schülerinnen und Schüler in deren Ausbildung zu begleiten.

Ebenso können Sie die Weiterbildung zur Wohnbereichsleitung und in einem zeitlichen Abstand auch die zur Pflegedienstleitung oder zur Heimleitung durchlaufen.

Mit dem Staatsexamen als Altenpflegerin/als Altenpfleger haben Sie in Rheinland-Pfalz die Fachhochschulreife und können beispielsweise Pflegepädagogik oder Pflegemanagement studieren.

Viele Wege stehen Ihnen offen!

Voraussetzungen für die Altenpflegehilfeausbildung sind

  1. das Abschlusszeugnis der Hauptschule oder ein gleichwertiges Zeugnis und
  2. der Nachweis einer beruflichen Vorbildung durch:
    a) eine abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung oder
    b) eine mindestens einjährige praktische Tätigkeit oder ein freiwilliges soziales Jahr in sozialpflegerischen Einrichtungen der Altenhilfe oder Krankenhäusern oder
    c) der Abschluss der Berufsfachschule I (Fachrichtung Gesundheit/Pflege) oder
    d) eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit oder
    e) das mindestens dreijährige Führen eines Familienhaushalts mit mindestens einem minderjährigen Kind oder einem pflegebe­dürftigen Angehörigen sowie
  3. die gesundheitliche Eignung für diesen Beruf.

Voraussetzungen für die Altenpflegeausbildung sind

  1. qualifizierter Sekundarabschluss I oder
  2. der Hauptschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsab­schluss, sofern eine erfolgreich abgeschlos­sene, mindestens zweijährige Berufsausbil­dung oder die Ausbildung als Altenpflegehelfer/in, Krankenpflegehelfer/in nachgewiesen wird, sowie
  3. die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs.

Sie haben die Voraussetzungen? Dann bewerben Sie sich

Bewerbungsunterlagen Praxisplatz

  • Bewerbungsschreiben mit ausführlicher Begründung zur Berufswahl
  • Lebenslauf
  • Fotokopien von Schulzeugnissen und Berufsabschlusszeugnissen
  • Lichtbild
  • Schriftliche Bestätigung eines Schulplatzes beispielsweise an der Fachschule für Altenpflege Bethesda Landau (wenn bereits vorhanden)

Bewerbungsunterlagen für die Schule

  • Bewerbungsschreiben mit ausführlicher Begründung zur Berufswahl
  • Lebenslauf
  • Fotokopien von Schulzeugnissen und Berufsabschlusszeugnissen
  • Drei Lichtbilder
  • Schriftliche Bestätigung eines Ausbildungsplatzes im fachpraktischen Bereich (wenn bereits vorhanden)

Sie sind sich noch nicht ganz sicher?
Nehmen Sie doch die Möglichkeit eines Praktikums in Anspruch. Unsere Seniorenzentren bieten Ihnen gerne die Gelegenheit, die Altenpflege kennenzulernen.

Sie sind schon älter?
Es ist nie zu spät, einen neuen Weg einzuschlagen. Folgen Sie Ihrem Herzen. Wir haben sehr viele Schülerinnen und Schüler, die im Alter zwischen 25 und 58 Jahren die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben.