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Transfusionen

Bei Erkrankungen, die mit einer schweren Anämie (Blutarmut) einhergehen, kann eine Transfusion von Blut oder Blutbestandteilen notwendig werden. Solche Transfusion können wir ambulant in der OTD durchführen. Hierzu muss in der Regel zunächst ein Röhrchenblut („Kreuzblut“) an die Blutbank geschickt werden. Für den nächsten oder übernächsten Tag kann dann die Bluttransfusion aus der Blutbank in die OTD bestellt und die Transfusion gegeben werden.

Spenderblut, welches wir in der Regel von der Blutbank des DRK-Blutspendedienstes BaWü-Hessen erhalten, wird immer sehr gründlich untersucht. Bestimmte Blutbestandteile werden zusätzlich behandelt, um etwaige Krankheitserreger abzutöten. Trotzdem läßt sich eine Infektion mit Hepatitis (Gelbsucht / Leberentzündung), HIV (Aids) und anderen Erregern  (auch bisher unbekannten) nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen. Die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Infektion liegt nach gegenwärtigem Wissensstand bei ca. 1:1.000.000 und ist somit extrem gering. 

Darüber hinaus wird die Verträglichkeit von Spender- und Empfängerblut durch spezielle Verfahren bei jeder Bluttransfusion überprüft. Trotzdem lassen sich gelegentliche Unverträglichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Hautrötung, Quaddelbildung nicht vermeiden. Selten kommt es auch zu Fieber und als extreme Ausnahme zu schwerwiegenden, lebensbedrohlichen Herz- und Kreislaufreaktionen (Schock), Störungen der Hirndurchblutung und der Atmung.
Als behandelnden Ärzte empfehlen wir nur dann eine Bluttransfusion, wenn nach sorgfältiger Abwägung die Vorteile der Transfusion für die Erhaltung von Gesundheit und Leben die mit der Transfusion verbundenen Risiken deutlich überwiegen.

© Diakonissen Speyer-Mannheim