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Chemotherapie

Chemotherapie-Medikamente sind hochwirksame Heilmittel, die wie andere Medikamente aus Pflanzen, Pilzen oder chemischen Stoffen entwickelt wurden. Je nach Art des Medikamentes wird es als Tablette, Kapsel, Spritze oder Infusion gegeben. Sie beeinflussen die Teilungsfähigkeit von Tumorzellen; sie können diese zum Absterben bringen oder ihre weitere Vermehrung hemmen. Die Erkrankung soll dadurch unter Kontrolle kommen und sich teilweise (Teilremission) oder vollständig (Vollremission) zurückbilden. Auch die körpereigene Tumorabwehr kann wieder besser wirksam werden. In manchen Fällen, je nach Krankheitsart und Stadium der Krankheitssausbreitung sehr unter-schiedlich, ist eine andauernde Heilung der bösartigen Erkrankung durch die Chemotherapie möglich.

Eine Chemotherapie wird meist mit mehreren verschiedenen Medikamenten gleichzeitig oder nacheinander durchgeführt, um das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erreichen. Die Auswahl der Medikamente, ihre Dosierung sowie die Behandlungsdauer werden für jeden Patienten individuell geplant. Dabei werden Reihenfolge und Kombination der Medikamente in einem Chemotherapieschema festgelegt, das sich nach gewissen Zeitabständen wiederholt (Chemotherapiezyklus). Die Behandlung erfolgt nur selten kontinuierlich, meist folgt nach einem Block Chemotherapie eine Pause, oder die Therapie wird nur an einem Tag einmal pro Woche gegeben.

Durch regelmäßige Untersuchungen wird kontrolliert, ob die Behandlung die gewünschte Wirkung zeigt und gut vertragen wird. Falls dies nicht der Fall ist, wird die Therapie umgestellt (z. B. andere Medikamente, Dosisänderung. Veränderung der Behandlungsabstände) oder beendet. Bei der Chemotherapie handelt es sich also um eine individuell abgestimmte medikamentöse Behandlung.

© Diakonissen Speyer-Mannheim