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Niereninsuffizienz - was ist das?

Unsere Nieren sind wichtige Körperorgane mit den Hauptfunktionen Reinigung des Blutes, Regulation von Wasser- und Mineralstoffhaushalt und Unterstützung bei der Regulierung des Blutdrucks, des Knochenstoffwechsels und der Produktion der roten Blutkörperchen.

Die häufigsten Ursachen für Nierenerkrankungen sind die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Bluthochdruck. Weitere Ursachen sind Nierengewebsentzündungen, erbliche Erkrankungen (wie zum Beispiel Zystennieren) und Harnabflussstörungen. Aber auch Medikamente wie zum Beispiel bestimmte Schmerzmittel können Ursache sein.

Es kann sich langsam (chronisch) oder rasch (akut) eine Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) entwickeln, die zu einer Reihe von Problemen im Körper führt wie Ansammlung von Abbauprodukten (Urämie), Wassereinlagerungen, Blutdruckanstieg, Blutarmut, hormonelle Störungen und Knochen-, Haut- und Nervenveränderungen.

Wichtigstes Ziel ist die frühzeitige Erkennung einer beginnenden Nierenschädigung, da in diesem Stadium gute Chancen bestehen, ein Fortschreiten zu verhindern. Grundlagen der Behandlung sind neben konsequenter Therapie der Grund- und Folgeerkrankungen Änderungen in der Ernährung (Gewichtsnormalisierung, Eiweiss- und Kochsalzreduktion) und Lebensweise (körperliche Bewegung, Verzicht auf Rauchen).

Im weiteren Verlauf sind regelmäßige Kontrollen sinnvoll, um bei Fortschreiten der Erkrankung die Therapie anzupassen und bei Bedarf rechtzeitig ein Nierenersatzverfahren (Dialyse) einzuleiten. Hierdurch kann bei entsprechenden Voraussetzungen auch der Zeitraum bis zur Nierentransplantation überbrückt werden.

© Diakonissen Speyer-Mannheim