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Umgang mit dementen Menschen

Der Umgang mit Menschen ist nicht immer einfach. Das trifft auch für Menschen mit der Diagnose „Demenz“ zu.

Die Demenzerkrankung kann sich in vielen Erscheinungsformen unterschiedlicher Schwere zeigen, die ein Zusammenleben erheblich erschweren. Sie ist zunächst eine Erkrankung, die die Gedächtnisfunktionen beeinflusst. Das Gefühlsleben ist - anfänglich zumindest - nicht beeinträchtigt.

Besonders schwierig beim Umgang mit Menschen mit Demenz können folgende Auffälligkeiten sein:

  • Menschen mit wenig Antrieb
  • Menschen, die fast immer herumlaufen
  • Sprachlich oder / und auch körperlich aggressive Menschen
  • Menschen, die Tag und Nacht nicht schlafen
  • Menschen, die am Tage schlafen und nachts aktiv sind
  • Menschen mit wahnhaften Vorstellungen (Verfolgungswahn)
  • Menschen, die mit Stuhlgang und Urin nicht mehr angemessen umgehen

Hier ein paar Hinweise, die den Umgang mit Menschen mit Demenz erleichtern können:

  • Langsam, deutlich und bestimmt sprechen
  • Wichtige Informationen wiederholen
  • Im Gespräch sich auf die wesentlichen Informationen beschränken
  • Sich und dem Gegenüber Zeit lassen
  • Keine Diskussionen führen
  • Anschuldigungen und Vorwürfe besser überhören
  • Loben besser als kritisieren
  • Zweier Gespräche sind besser als mit vielen
  • Leistungsmaßstab nicht wie bei Gesunden anlegen
  • Störungen vermeiden
  • Orientierung fördern (Kalender, Schilder, gleicher Tagesablauf)
  • Ortswechsel vermeiden (Krankenhausaufenthalt nur bei zwingender Indikation)
  • Ruhige, aber nicht reizlose Umgebung schaffen
  • Auf eigene Mimik und Gestik achten
  • Eigenes aggressives Verhalten und Sprache meiden

Nicht immer finden wir den richtigen Ton. Wichtig ist, das zu erkennen, um es beim nächsten Mal besser zu machen.

Auch uns im Krankenhaus gelingt nicht immer, sich richtig zu verhalten. Hierfür gibt es viele Gründe:

  • Der Krankenhausalltag hat sich in den letzten Jahren deutlich beschleunigt, was sich gerade auf Menschen mit Demenz negativ auswirken kann
  • Wir haben Mitarbeiter mit unterschiedlichem Ausbildungsstand
  • Es ist schwierig, Mitarbeiter zu finden, die gerne anderen Menschen mit den geschilderten Problemen helfen
  • Wir kennen zunächst unsere Patienten nicht

Wir brauchen deshalb möglichst schnell viele Informationen zu unseren Patienten.

Als Ansprechpartner stehen Ihnen neben den vor Ort tätigen Pflegetherapeutinnen und -therapeuten und Stationsärztinnen und -ärzten auch die ärztlichen und pflegerischen Leitungen der Station zur Verfügung.
Sie erreichen uns am besten:

  • unter der Stationstelefonnummer 0621 8102-4880
  • oder dem Sekretariat der Akutgeriatrie 0621 8102-3601
  • oder direkt auf Station
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