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Studienmanagement

Die Weiterentwicklung der medizinischen Erkenntnisse ist nur durch Forschung möglich.

Hierzu sind klinische Studien unerlässlich.

Hierbei sind Untersuchungen notwendig, die uns helfen, die Entstehung von Dickdarmkrebs zu verstehen, die uns neue Erkenntnisse bringen, was wir tun können, um Dickdarmkrebs zu vermeiden und letztlich natürlich auch Therapiestudien.

In diesen Therapiestudien werden neue Medikamente überprüft, die dann erst für die Allgemeinheit zugelassen werden können.

Am Diakonissenkrankenhaus Mannheim durchgeführte Studien:

Die DACHS-Studie

Die Dachs Studie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung und Weiterentwicklung in der Darmkrebsvorsorge und Darmkrebsprognose. Die Studie ist eine

epidemiologische Fall-Kontroll-Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (DKFZ) und steht für "Darmkrebs: Chancen der Verhütung durch Screening".

Darmkrebspatienten und zufällig ausgewählte Vergleichspersonen ohne Darmkrebs (gleichen Alters und Geschlecht) aus den gleichen Städten und Landkreisen werden befragt. Im Anschluss werden die Ergebnisse miteinander verglichen.

 Fragen aus der Studie:

  • In welchem Alter sollte die erste Vorsorgeuntersuchung erfolgen?
  • Welche Zeitintervalle sind für Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll (insbesondere für die Vorsorge-Darmspiegelung)?
  • Inwieweit sollten die Vorsorgeintervalle für unterschiedliche Risikogruppen differenziert werden?
  • Wie groß ist der Einfluss weiterer Faktoren, die in Zusammenhang mit der Entstehung und Vermeidung von Darmkrebs gebracht werden?
  • Wie groß ist der Einfluss von Faktoren, die in Zusammenhang mit Behandlung und Prognose von Darmkrebs gebracht werden?
  • Welchen Einfluss hat die Erkrankung auf die langfristige Lebensqualität?

Die Miracle-Studie

Die zentrale Frage in der Studie lautet: „Kann etwas aus der Natur helfen, Darmpolypen vorzubeugen?“

Die Miracle-Studie untersucht die Wirksamkeit des grünen Tees auf Dickdarmpolypen. Darmpolypen (Adenome) gelten als Vorstufe des Darmkrebses. In einigen Fällen entwickeln sich daraus bösartigen Geschwülste. Es handelt sich hierbei um eine Präventionsstudie bei der deutschlandweit über 3000 Probanden teilnehmen können. An der Studie können Frauen und Männer im Alter zwischen 50 und 80 Jahren teilnehmen, die sich in den letzten sechs Monaten einer Dickdarmspiegelung unterzogen haben und bei denen Polypen entfernt wurden. In der Studie wird geprüft, inwieweit Grünteeextrakt in Kapselform täglich zu sich genommen, das Wiederauftreten von Darmpolypen verhindern kann.

Die Famkol-Studie

Ziel der FAMKOL-Studie ist es, die bisherige Teilnehmerrate bei erstgradig Verwandten von Darmkrebspatienten an der Vorsorgekoloskopie auf 50% zu verdoppeln. Aus den Ergebnissen sollen Erkenntnisse als evidenzbasierte Empfehlungen zur Qualitätssicherung von Informationsangeboten und so eine Effektivitätssteigerung primärpräventiver Maßnahmen bei Darmkrebs generiert werden.

Studiendesign: Bundesweit umgesetzt ist die Famkol-Studie eine prospektive, cluster-randomisierte Studie mit längsschnittlichem Design, welche überwiegend an DKG-zertifizierten Darmkrebszentren (DKZ) umgesetzt werden soll. Die Umsetzung erfolgt in einer nicht-ärztlichen, barrierenbezogenen Beratungsintervention.  Insgesamt sollen 492 Verwandte ersten Grades von Patienten mit diagnostiziertem kolorektalem Karzinom in die Studie eingeschlossen werden. Jeweils 246 Patienten werden dafür den beiden Studienbereichen, der Interventions- und der Kontrollgruppe, zugeordnet.

 

 

© Diakonissen Speyer-Mannheim