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Besondere medizinische Behandlungsverfahren

Geburtshilfliche Periduralanästhesie (Geburtshilfliche Schmerztherapie)

Seit der Vertreibung aus dem Paradies ist das Gebären mit Schmerzen verbunden. Der Körper hilft sich bei starken Schmerzzuständen zwar selbst mit der Freisetzung von „Schmerzhormonen“, den sog. Endorphinen, die zur Dämpfung des Schmerzempfindens führen. Aber dieser Selbstschutz ist manchmal bei starken Geburtsschmerzen nicht ausreichend. Die Folge könnte dann die Verlangsamung des Geburtsvorgangs bis hin zum Geburtsstillstand sein. In unserer Klinik wird den Patientinnen in solchen schmerzhaften Situationen die „Periduralanästhesie“ empfohlen.

Im unteren Bereich der Wirbelsäule wird in einer örtlichen Betäubung mit einer dünnen Nadel ein ca. 1 mm dünner Kunststoffschlauch in den Rücken der Patienten gelegt. Durch die Injektion von Lokalanästhetika (=Medikamente zur örtlichen Betäubung) wird erreicht, dass die Schmerzen während der Geburt gelindert werden. Durch die Mithilfe der schmerzbefreiten Patientin kommt es sehr häufig dann zu einer schnellen problemlosen Entbindung.

Fremdblutsparende Verfahren

Bei orthopädischen Operationen und in der Gefäßchirurgie verwenden wir Maschinen, mit denen aufgefangenes Wundblut aufbereitet und dem Patienten zurückgegeben wird. Bei anderen Operationen ist der Einsatz entweder überflüssig, oder wegen der Gefahr, dass sich Keime mit dem Wundblut mischen (z.B. bei Darm-Operationen), nicht einsetzbar. Im geschlossenen System wird das Blut zunächst ungerinnbar gemacht, anschließend in einer Zentrifuge mit Kochsalz gewaschen und dem Patienten retransfundiert. Auch Zeugen Jehovas akzeptieren dieses Verfahren.

Fast-Track-Rehabilitation

Fast-Track-Rehabilitation bezeichnet ein interdisziplinäres Vorgehen zur Verbesserung und Beschleunigung der Genesung und zur Vermeidung von Komplikationen. Das Konzept zielt auf mehr Patientenkomfort und schnellere Entlassung der Patienten aus dem Krankenhaus ab. Es beinhaltet die präoperative Information des Patienten, eine schonende chirurgische Technik, die Verminderung von Stress und Schmerzausschaltung - meist durch die thorakale Epiduralanästhesie, verbessertes Flüssigkeits- und Temperaturmanagement, frühen Kostaufbau noch am OP-Tag, Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen, schnelle postoperative Mobilisation und frühere Entlassung aus dem Krankenhaus.

Schmerzausschaltung ist eine wichtige Voraussetzung und unser Beitrag zur Fast-Track-Chirurgie. Denn die starken Schmerzmittel beeinträchtigen die Funktion des Darms. Außerdem fördert unsere Periduralanästhesie direkt die Darmtätigkeit.

© Diakonissen Speyer-Mannheim