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Aortenaneurysma

Die Bauchschlagader hat einen Durchmesser von etwa zwei Zentimetern. Durch die Arteriosklerose kann eine Aussackung entstehen, die ab einem Durchmesser von fünf bis sechs Zentimetern gefährlich wird.

Dann kann die Bauchschlagader einreißen, was bei 80 Prozent der Patienten zum Tode führt. Aortenaneurysmen ab einer Größe von fünf Zentimetern sollten entfernt werden. Hierfür gibt es zwei Methoden. Bei der offenen Operation wird das Aneurysma über einen Bauchschnitt entfernt und durch eine Kunststoffprothese ersetzt. Eine Alternative ist die endovaskuläre Aneurysma-Ausschaltung durch sogenannte Stent-Prothesen (EVAR), welche durch die Leistenschlagadern eingebracht werden. Dadurch erübrigt sich der große Bauchschnitt.

Im Gefäßzentrum werden jährlich zirka 60 Patienten mit abdominellen Aortenaneurysmen behandelt, mit steigender Tendenz. Mittlerweile werden über 80 Prozent dieser Patienten endovaskulär versorgt. Mit zunehmender Expertise werden immer mehr komplizierte Aneurysmen mit Beteiligung der Nieren- und Eingeweideschlagadern endovaskulär ausgeschaltet, z.B. durch gebranchte Prothesen, die nach Maß individuell angefertigt werden. Die bisherigen Ergebnisse mit ca. 200 Endoprothesen sind hervorragend.

Über kleine Schnitte in den Leisten werden Endoprothesen unter Bildwandlerkontrolle im Operationssaal von innen in das Aneurysma eingebracht, und das Aneurysma wird auf diese Weise ausgeschaltet. Das hat für den Patienten erhebliche Vorteile. Die Liegezeit ist kürzer, das Operationstrauma geringer, die Lebensqualität ist nach der Operation sehr rasch wieder normal. Ideale Voraussetzungen für diese Technik sind ausgezeichnete High-tech-Röntgengeräte im Operationssaal, die die Möglichkeit der intraoperativen Gefäßdarstellung bieten. Wir haben in Speyer drei solcher Geräte im Operationssaal zur Verfügung. Mit dem Hybrid-OP ergeben sich weitere Behandlungsdimensionen. Er stellt insbesondere für die endovaskuläre Behandlung von Aortenaneurysmen einen Quantensprung dar!

© Diakonissen Speyer-Mannheim