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Diabetisches Fußsyndrom

Über 80 Prozent der Patienten im Gefäßzentrum sind Diabetiker, die häufig am diabetischen Fußsyndrom (DFS) leiden. Das DFS gehört zu den am meisten gefürchteten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus.

Deutschlandweit werden bei Diabetikern jedes Jahr rund 20.000 Ober- und Unterschenkelamputationen – so genannte Majoramputationen – durchgeführt.  Als Nationales Zentrum zur Amputationsverhinderung (Amputation Prevention Center Speyer/Mannheim) setzt sich das Oberrheinische Gefäßzentrum konsequent dafür ein, Majoramputationen mit aller Entschlossenheit zu vermeiden.

Fußverletzungen werden sofort behandelt

Jede Fußverletzung eines Diabetikers wird so lange als Notfall angesehen ("Foot Attack" in Analogie zur "Heart Attac", dem Herzinfarkt), bis das Gegenteil bewiesen ist. Das bedeutet, dass nach Ermessen des diensthabenden Gefäßchirurgen ein Patient nicht in die Warteschleife geschickt wird, sondern sofort stationär aufgenommen wird und unmittelbar danach eine rationelle Diagnostik und Gefäßtherapie bekommt. Es wird sofort geklärt, ob eine Notfalloperation nötig ist. Zwischen stationärer Aufnahme und OP-Beginn vergehen oftmals weniger als zwei Stunden. Das setzt ein Höchstmaß an Flexibilität bei der zentralen Aufnahme, der Anästhesie und dem OP-Personal voraus. In Speyer wurde dieses Vorgehen seit 1999 trainiert und ausgefeilt.

Das oberrheinische Gefäßzentrum Speyer/Mannheim ist das offizielle Referenzzentrum für die Diabetologen in Rheinland-Pfalz, wenn es um Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom geht. Insbesondere ist es unsere Aufgabe, Patienten zu beraten, die sich eine Zweitmeinung vor der Amputation einholen wollen. Sie kommen häufig auch aus anderen Bundesländern.

Prof. Rümenapf leitet die Kommission "Diabetischer Fuß" der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie.  Er ist Koautor der Nationalen Versorgungs-Leitlinien für Diabetiker (Diabetischer Fuß, Nierenerkrankungen) sowie der evidenzbasierten Leitlinie DFS der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG). Die Ärzte des oberrheinischen Gefäßzentrums befolgen somit nationale und internationale Leitlinien nicht nur, sondern sie formulieren sie auch! Dadurch werden in Speyer die höchsten Standards in der Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms erfüllt.

Der hohe akademische Rang von Prof. Rümenapf kommt auch in den 120 Publikationen zum Ausdruck, die er seit 1983 veröffentlicht hat, des Weiteren in über 300 Vorträgen und mehr als 40 Buchbeiträgen.

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© Diakonissen Speyer-Mannheim