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Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse

Während bei Jugendlichen durch eine medikamentöse Therapie öfters eine Größenreduktion zu erreichen ist, kann die Schilddrüsengröße bei älteren Patienten nur schlecht medikamentös beeinflusst werden. Gerade der Verdacht bei bestimmten knotigen Veränderungen der Schilddrüse, dass es sich um einen bösartigen Tumor handeln könnte, bringt einige Patienten zur Operation. Meistens kommen die Patienten jedoch wegen Druckbeschwerden oder einer Überfunktion des Organs zur Operation.

Für die Operation benötigt der Chirurg die aktuellen Schilddrüsenhormonwerte, eine Szintigraphie, eine Sonographie der Schilddrüse und einen Befund des Hals-Nasen-Ohren-Arztes, der die Funktion der Stimmbänder beschreibt.

Ob bei der Operation lediglich ein Knoten entfernt wird, größere Anteile der Schilddrüse oder aber ein oder beide Schilddrüsenlappen komplett entfernt werden müssen, bedarf einer individuellen Entscheidung. Alle entfernten Schilddrüsenanteile werden vom Pathologen feingeweblich untersucht. Sollte sich dabei herausstellen, dass ein bösartiger Tumor der Schilddrüse vorgelegen hat, muss in einigen Fällen nachoperiert und das restliche Schilddrüsengewebe sowie die Lymphknoten der Region entfernt werden.

Danach und nach einer eventuellen Nachbehandlung sind die Heilungschancen gerade bei Tumoren der Schilddrüse sehr gut. Sollte sich bereits intraoperativ der Verdacht auf das Vorliegen eines bösartigen Tumors ergeben, wird noch während der Operation das entnommene Gewebe untersucht und bei positivem Befund sofort entsprechend weiter operiert.

Die Operationen werden über einen kleinen, später kaum sichtbaren Schnitt am Hals durchgeführt. Die Stimmbandnerven werden während der Operation über das so genannte Neuromonitoring identifiziert, um so Verletzungen dieser Nerven möglichst zu vermeiden. Das Risiko einer Stimmbandnervenverletzung ist mittlerweile sehr gering geworden und liegt bei etwa 1% der Fälle bei normaler Kropfbildung. Die Nebenschilddrüsen, vier etwa erbsengroße Drüsen hinter der Schilddrüse, die für den Kalziumstoffwechsel mit verantwortlich sind, werden dargestellt und möglichst geschont. Unter Umständen müssen die Patienten nach der Operation für einige Zeit Kalzium einnehmen.

Insgesamt wird das Befinden der Patienten durch die Operation nur wenig beeinträchtigt, die Entlassung kann meist zwischen dem ersten und dem dritten Tag nach der Operation erfolgen.

Weitere Infos und Termine:
Telefon: 06232 22-1422
E-Mail: chirurgie@diakonissen.de

Adresse:
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus
Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie
Paul-Egell-Straße 33
67346 Speyer

© Diakonissen Speyer-Mannheim