Zu den Inhalten springen
Interner Bereich Raumbelegung
deutsch  english  türk  русский  pälzisch
Schriftgröße
Schrift größer

Krampfader-Operationen

Die operativen Möglichkeiten bei der Behandlung von Krampfadern werden immer differenzierter. Klassische Verfahren wie die Stripping-Methode konkurrieren zunehmend mit neueren Verfahren wie der CHIVA-Methode oder der Fast-closure-Methode.

Entscheidend ist, nur die oberflächlichen Beinvenen zu entfernen oder auszuschalten, die tatsächlich erkrankt sind. Die Venen-Chirurgie kann in diesem Sinne „destruktiv“ sein, d. h., die Beinvenen werden zur Heilung der Erkrankung geopfert. Der Nachteil ist, dass die Beinvenen dann für spätere Bypass-Operationen am Herzen oder an den Beinen, bei denen die Venen als Arterienersatz implantiert werden, nicht mehr zur Verfügung stehen.

Eine sinnvolle Alternative ist die CHIVA-Methode, bei der nach ausgiebiger Ultraschalluntersuchung des Beines nur Unterbindungen und Teilungen der Blutsäule durchgeführt werden, ohne dass die Stammvenen gestrippt, verödet oder durch Hitze zerstört werden.

Gerade bei Diabetikern mit Durchblutungsstörungen der Beine ist die CHIVA-Methode ideal, um einerseits das Krampfaderleiden unter Kontrolle zu bringen, andererseits die Beinvenen für spätere Bypass-Operationen zu schonen.

Durch die große Zahl von hochauflösenden Farbduplex-Sonographiegeräten ist es uns möglich, bei Krampfader-Patienten vor der Operation eine minutiöse Ultraschalldiagnostik der Beine durchzuführen.

Damit können das Verteilungsmuster und die Flussdynamik in den Krampfadern exakt festgestellt werden und die Operation kann dementsprechend sparsam und zielgerichtet erfolgen. Eine besondere Spezialität stellt das CHIVA-Verfahren dar, das ein gänzlich anderes Denkmodell verlangt als das Krampfader-Stripping, das Fast-closure-Verfahren o. ä. Das Fast-closure-Verfahren, die Laser-Koagulation und die Schaumsklerosierung werden im Rahmen des Gefäßzentrums durch die Praxis Dres. med. Goller / Kohler / Meister am Hause angeboten. Alle drei Kollegen sind Mitglied im Gefäßzentrum Oberrhein.

© Diakonissen Speyer-Mannheim