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Medizinisches Glossar D - K


D

= Ultraschall-Untersuchung, bei der die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes gemessen wird. Eine Duplexsonografie eignet sich insbesondere zur Feststellung von Gefäßverengungen (Stenosen) oder Veränderungen der Gefäßwände (Arteriosklerose).

E

= Ultraschall-Untersuchung des Herzens. Die Echokardiografie gehört zu den wichtigsten Untersuchungen in der Kardiologie (Lehre von den Herzerkrankungen). Ärzte wenden die Echokardiografie in erster Linie dazu an, um Größe und Funktion des Herzens zu überprüfen. Mit bestimmten Techniken („Farb-Doppler") ist es zudem möglich, den Blutfluss im Inneren des Herzens darzustellen. Dadurch lassen sich Herzfehler feststellen sowie die Blutfluss- und Druckverhältnisse im Herzen beurteilen.

Der Begriff Endokrinologie kennzeichnet die Lehre von dem Aufbau und der Funktion hormonbildender Drüsen sowie das Wissen um die Wirkung und Regulation der Hormone.

Die Endokrinologie befasst sich u.a. mit Erkrankungen der Schilddrüse, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Störungen der Sexualhormone. Die Endokrinologie ist der Inneren Medizin zugeordnet.

= künstlicher Ersatz von Körperteilen innerhalb des Organismus, der dauerhaft im Körper verbleibt. Eine typische Endoprothese ist das künstliche Hüft- oder Kniegelenk. Aber auch kleine Kunststoffröhrchen (Tubus oder Stent), die dazu dienen, in einem Gefäß oder Ausführgang eine Engstelle oder Undichtigkeit zu überbrücken, nennt man Endoprothese.

Bei einer Endoskopie kann ein Arzt mithilfe eines kleinen Spiegelgeräts in Körperhöhlen wie Magen, Darm, Blase oder Lunge hineinsehen. Die Endoskopie wird sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eingesetzt: Gewebsveränderungen, die der Mediziner bei der Endoskopie feststellt, lassen sich häufig im gleichen Eingriff behandeln.

= Gliedmaßen. In der medizinischen Fachsprache werden die Arme als obere Extremitäten und die Beine als untere Extremitäten bezeichnet.

G

Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit den Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und den angrenzenden Organen (Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse) befasst. Ein typisches diagnostisches Verfahren in einer gastroenterologischen Abteilung ist die Endoskopie, bei welcher der Arzt mit einem kleinen Spiegelgerät in Magen oder Darm hineinschaut.

= Magenspiegelung. Bei einer Gastroskopie schaut der Arzt mit einem speziellen flexiblen Endoskop (Gastroskop) in den Magen hinein. Der Arzt kann mit dem Endoskop eine Gewebeprobe entnehmen oder während der Gastroskopie kleinere Operationen durchführen. Die Gastroskopie kommt z.B. bei sich wiederholenden Oberbauchbeschwerden, bei Verdacht auf eine Magenschleimhaut-Entzündung oder bei Verdacht auf ein Magengeschwür zum Einsatz.

Die Geriatrie befasst sich mit den Krankheiten des alternden Menschen. Sie wird auch als Altersheilkunde oder Altersmedizin bezeichnet. Das Ärzte- und Pflegepersonal auf der geriatrischen Station der Klinik ist auf Erkrankungen und Probleme alter Menschen spezialisiert, sodass die Patienten dort eine optimale Behandlung und Betreuung erfahren.

H

= Lehre von der Beschaffenheit und den krankhaften Veränderungen des Blutes, der Blutzellen und der Blutbildung. In dieses Teilgebiet der Inneren Medizin fallen Erkrankungen wie Blutarmut (Anämie), Blutgerinnungsstörungen und Blutkrebs (Leukämie). Der Hämatologe untersucht vor allem Blutproben. In speziellen Fällen ist auch eine Beurteilung des Knochenmarks notwendig, denn dort reifen Blutzellen heran. Störungen der Blutbildung lassen sich daher mithilfe einer Knochenmark-Punktion feststellen.

Die Hämofiltration ist, ähnlich der Dialyse, ein maschinelles Verfahren zur Blutreinigung. Sie kann die Funktion der Niere, z.B. bei Nierenversagen, übernehmen. Auch Vergiftungen können mit diesem Verfahren behandelt werden. Ein Schlauchsystem leitet das Blut des Patienten in das Hämofiltrations-Gerät. Hier presst ein Druckgefälle Flüssigkeit aus dem Blut ab. Dabei verlassen auch Giftstoffe und Substanzen das Blut, die normalerweise die Niere aus dem Blut filtriert und mit dem Harn ausscheidet.

Eine Herzkatheter-Untersuchung dient der Diagnose von Erkrankungen des Herzens und der Herzkranzgefäße. Der Herzkatheter ist ein dünner Schlauch, der in eine Arterie oder Vene in der Leiste des Patienten eingeführt wird. Darüber lassen sich feine Instrumente bis zum Herzen vorschieben. Wird die rechte Herzkammer untersucht, spricht man von einem Rechtsherzkatheter; die Untersuchung der linken Herzkammer nennt man Linksherzkatheter. Über den Herzkatheter kann der Arzt ein Kontrastmittel einspritzen und so unter Röntgen-Durchleuchtung Gefäßverengungen sichtbar machen und ggf. sofort behandeln.

Als histologische Untersuchung bezeichnet man die Beurteilung von Zellen oder Gewebeproben unter dem Mikroskop. Häufig wird dazu das Probenmaterial speziell angefärbt, um einzelne Strukturen (z.B. der Zellkern oder bestimmte Eiweiße) besser darzustellen. Bei Krebserkrankungen ist die histologische Untersuchung notwendig, um die Diagnose zu sichern und die Bösartigkeit des Tumors einzustufen (sog. Grading). Auch zeigt die histologische Untersuchung, ob ein Tumor vollständig entfernt wurde.

I

= innerhalb der Vene; in eine Vene hinein. Bei einer intravenösen Injektion (Abk. i.v.) spritzt der Arzt einen Wirkstoff direkt in eine Vene. Der Wirkstoff verteilt sich dann über den Blutkreislauf sehr schnell im Körper. Benötigt ein Patient dauerhaft Flüssigkeit oder bestimmte Medikamente über die Vene (z.B. Antibiotika), legt der Arzt einen feinen Schlauch in eine Vene ein. Über diesen Zugang erhält der Patient dann die benötigten Wirkstoffe als sog. Infusion („der Patient hängt am Tropf").

Invasive Methoden bezeichnen Vorgehensweisen, bei denen der Arzt mit medizinischen Instrumenten in den Körper des Patienten eindringt, um die Diagnose und Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen zu ermöglichen. Dabei nimmt z.B. bei Operationen durch den Hautschnitt auch gesundes Gewebe Schaden.

K

= bösartiger Tumor, der aus entarteten Zellen des sog. Epithelgewebes entsteht. Zu den Epithelgeweben gehören z.B. die Haut und die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts. Darüber hinaus enthalten auch andere innere Organe wie Lunge, Leber, Brustdrüse oder Hoden Epithelschichten. Entsprechend handelt es sich bei bösartigen Tumoren dieser Organe oft um Karzinome (z.B. Lungenkarzinom). Bösartige Tumoren, die aus Zellen des Bindegewebes (z.B. Knorpel oder Knochen) entstehen, heißen dagegen Sarkome.

= Spiegelung des gesamten Dickdarms (Kolon). Der untersuchende Arzt führt in den After des Patienten einen Schlauch (Endoskop) ein und schiebt ihn langsam weiter vor. Erreicht das Endoskop dabei den letzten Abschnitt des Dünndarms (Ileum), wird die Untersuchung Ileokoloskopie genannt. An der Schlauchspitze befindet sich eine Kamera, sodass der Arzt auf einem Bildschirm die Darmschleimhaut sehen und Blutungen, Entzündungen und Tumoren erkennen kann. Außerdem können im Rahmen der Koloskopie Proben entnommen und ggf. kleinere Eingriffe vorgenommen werden.

Die Komplementärmedizin umfasst Untersuchungstechniken und Behandlungsansätze, die streng genommen nicht Bestandteil der klassischen Schulmedizin sind. Die Methoden der Komplementärmedizin werden daher auch als „Alternative Heilverfahren" bezeichnet. Typische Beispiele für Komplementärmedizin sind die Homöopathie, die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) oder Naturheilverfahren.

Unter Konsiliartätigkeit versteht man eine beratende (lat. consiliarius = Ratgeber) Unterstützung von Ärzten untereinander: In manchen Fällen ist es sinnvoll, dass ein Arzt einen Spezialisten zu Rate zieht, damit dieser ihn unterstützt, die richtige Diagnose zu stellen und die geeignete Therapie einzuleiten. Der Arzt bittet dann einen entsprechend geeigneten Facharzt um ein sog. „Konsil" - z.B. ein internistisches Konsil durch einen Facharzt für Innere Medizin bei einem Patienten auf der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses. Der Spezialist untersucht den Patienten und fasst den Befund und seine Empfehlung in einem Bericht zusammen.

Bei der Koronarangiografie untersucht der Arzt die Herzkranzgefäße (Koronararterien), die den Herzmuskel mit Blut und somit auch mit Sauerstoff versorgen. Bei der Untersuchung nutzt der Arzt einen sog. Herzkatheter, der es ihm ermöglicht, direkt am Herzen Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße einzuspritzen. Im gleichzeitig aufgenommenen Röntgenbild sind die Herzkranzgefäße dann deutlich sichtbar und der Arzt erkennt z.B. Verengungen oder komplette Verschlüsse dieser Gefäße.

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