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Medizinisches Glossar A - C


A

Das Wort Abdomen kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Bauch" oder „Unterleib". Das Abdomen liegt zwischen dem Brustkorb und dem Becken und enthält die Bauchhöhle. Bei einer Untersuchung des Abdomens tastet der Arzt z.B. Leber, Gallenblase, Nieren und Milz ab.

Als Ablation bezeichnen Mediziner die Entfernung von Körpergewebe oder Körperteilen, z.B. Ablatio Mammae (Entfernung des Brustgewebes, Brustamputation). Andere Worte für Ablation sind Abtragung oder Amputation. Auch eine krankhafte Gewebeablösung wird Ablation genannt, z.B. Ablatio retinae (Netzhautablösung).

= abgekapseltes Eitergeschwür. Bei einem Abszess sammelt sich in Folge einer bakteriellen Entzündung Eiter im Gewebe an. Abszesse entstehen häufig in Haut oder Unterhaut und selten in inneren Organen. Viele oberflächliche Eitergeschwüre platzen nach einer Weile auf und heilen dann von alleine ab. Bessert sich der Abszess nicht, muss ein Arzt das Geschwür aufschneiden und den Eiter entleeren. In der Regel heilt die Entzündung anschließend komplikationslos aus.

Der Begriff adjuvante Therapie bezeichnet eine ergänzende Therapie, z.B. im Rahmen einer Krebsbehandlung. Mögliche adjuvante Therapien sind u.a. die adjuvante Chemotherapie oder die adjuvante Hormontherapie, die beispielsweise häufig nach einer Brustkrebs-Operation stattfinden. Die ergänzende Therapie nach der Entfernung des Tumors dient dazu, einem Rückfall und der Entstehung von Tochtergeschwulsten vorzubeugen.

= plötzlich auftretend, heftig verlaufend. Eine akute Erkrankung tritt unerwartet auf. Ihr Verlauf ist meist heftig und dauert in der Regel nur kurze Zeit. In der medizinischen Fachsprache steht akut im Gegensatz zu chronisch (dauerhaft, immer wieder auftretend).

Die Allergologie ist eine medizinische Fachrichtung, die sich mit Entstehung, Diagnose und Behandlung von Allergien beschäftigt. Ärzte können sich in einer mehrjährigen Ausbildung zum Allergologen weiterbilden.

= Fruchtwasseruntersuchung. Bei einer Amniozentese führt der Frauenarzt eine Hohlnadel durch die Bauchdecke hindurch in die Fruchtblase ein und entnimmt dort Fruchtwasser. Mithilfe dieser Untersuchung lassen sich Veränderung im Erbgut des Ungeborenen feststellen, z.B. eine Trisomie 21 (Down-Syndrom). Die Notwendigkeit der Amniozentese sollte vorher gut abgewogen werden, da sie in seltenen Fällen eine Fehlgeburt auslösen kann.

= Patientengespräch. Bei der Anamnese befragt der Arzt den Patienten zu seinen Beschwerden und seiner medizinischen Vorgeschichte (z.B. Vorerkrankungen, Lebensweise). Die Anamnese ist ein wichtiger Bestandteil bei der Diagnose und dient dem Arzt als Entscheidungsgrundlage für weitere Untersuchungen.

Die Angiografie gehört zu den Diagnoseverfahren und stellt Blutgefäße auf einem Röntgenbild dar. Dazu spritzt der Arzt dem Untersuchten ein Kontrastmittel in ein Blutgefäß, um diese in der Röntgenaufnahme sichtbar zu machen. In der Klinik kommt die Angiografie z.B. bei der Darstellung von Hirngefäßen oder zum Nachweis von Thrombosen (Blutgerinnseln) zum Einsatz.

Der Begriff Angiologie kennzeichnet die Lehre von den Blut- und Lymphgefäßen. Die Angiologie ist der Inneren Medizin zugeordnet. In der Klinik werden Menschen mit einer Erkrankung der Blut- oder Lymphgefäße daher in der Abteilung für internistische Erkrankungen behandelt.

B

Der Begriff benigne kennzeichnet gutartige Geschwülste, die im Gegensatz zu malignen (bösartigen) Tumoren die natürlichen Gewebegrenzen respektieren und nicht in Nachbargewebe eindringen. Benigne Tumoren bilden keine Tochtergeschwulste. Sie können jedoch sehr groß werden und dadurch andere Gewebe verdrängen. Wenn möglich, wird der Tumor in einem solchen Fall operativ entfernt.

Die Biopsie gehört zu den medizinischen Diagnoseverfahren. Bei einer Biopsie entnimmt der Arzt eine kleine Gewebeprobe, um sie anschließend zu untersuchen. Eine Biopsie gibt Aufschluss über krankhafte Gewebsveränderungen wie Entzündungen oder Tumoren. Die Probenentnahme erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Manchmal ist auch eine Vollnarkose nötig.

= Lungenspiegelung. Mit einem Spiegelgerät, dem Endoskop, kann der Arzt in die Bronchien hineinschauen. Die Bronchoskopie lässt sich sowohl diagnostisch als auch therapeutisch einsetzten. Der Arzt kann z.B. Gewebeproben (Biopsien) entnehmen, mögliche Fremdkörper entfernen oder festsitzenden Schleim aus den Bronchien absaugen. Die Bronchoskopie eignet sich insbesondere zur Diagnose von gut- und bösartigen Tumoren. Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 20 Minuten.

Ein Brustzentrum ist auf die Behandlung von Brustkrebs spezialisiert. Damit ein Krankenhaus das Zertifikat Brustzentrum erhält, muss es ausreichend Erfahrung in der Behandlung von Brustkrebs nachweisen. Zu den Bedingungen, die ein Brustzentrum erfüllen muss, zählen unter anderem der Nachweis von mindestens 800 Chemotherapien sowie mindestens 150 Brustkrebs-Operationen pro Jahr. Außerdem müssen alle an der Erkennung und Therapie beteiligten medizinischen Fachrichtungen vertreten sein.

C

Die Chemoembolisation ist ein Therapieverfahren, das in der Krebsbehandlung zum Einsatz kommt. Ziel der Chemoembolisation ist es, die Blutzufuhr des Tumors zu verringern und das Gewebe so zum Absterben zu bringen. Dazu verschließt der Arzt mithilfe von speziellen Medikamenten ein Blutgefäß.

Die Chemotherapie ist ein Therapieverfahren, das häufig bei Krebserkrankungen Anwendung findet. Die Medikamente, die bei einer Chemotherapie zum Einsatz kommen, nennt man Zytostatika. Sie hemmen das Wachstum von sich teilenden Zellen. Da Krebszellen sich sehr schnell und häufig teilen, reagieren sie besonders empfindlich auf diese Wirkstoffe. Chemotherapeutika lassen sich, je nach Art und Schwere der Krebserkrankung, in Tablettenform oder als Infusion verabreichen.

= Gallensteine. Cholelithiasis ist sehr häufig: Etwa jede fünfte Frau und jeder zehnte Mann über 40 Jahre hat Gallensteine. Die Mehrzahl der Menschen mit Cholelithiasis hat keine Beschwerden. Verschließt ein Stein jedoch einen Teil des Gallengangs-Systems, treten starke Schmerzen auf. Typisch für einen Gallenblasen-Verschluss sind kolikartige Schmerzattacken, die mehrere Stunden anhalten (Gallenkolik).

= operative Entfernung der Gallenblase. Bei einer Gallenblasen-Entzündung ist die Cholezystektomie die Therapie der Wahl. Eine Cholezystektomie lässt sich häufig mittels Schlüsselloch-Chirurgie (minimal invasiv) durchführen, für die nur drei kleine Schnitte notwendig sind. Dadurch ist die Operation weniger belastend und die Mehrzahl der Patienten kann das Krankenhaus schon wenige Tage nach der Operation verlassen.

CT

Die Computertomografie (CT) ist eine spezielle Röntgen-Untersuchung, mit der sich einzelne Organe sehr gut bildlich darstellen lassen. Vor allem bei der Diagnostik von Tumoren sowie inneren Verletzungen ist die Computertomografie einer einfachen Röntgen-Untersuchung in der Regel überlegen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert meist nur wenige Minuten.

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