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Betreute Wohngemeinschaft

Betreute Wohngemeinschaft (BWG 9)

Mit der Betreuten Wohngemeinschaft (BWG 9) haben wir ein passendes Angebot für unbegleitete  minderjährige Asylsuchende (UmA) und junge volljährige Flüchtlinge bereitgestellt. Die BWG 9 richtet sich in erster Linie an männliche Jugendliche und junge Erwachsene, die den engen Betreuungsrahmen einer stationären Wohngruppe nicht mehr benötigen, jedoch noch Begleitung auf dem Weg zu ihrer Verselbständigung bedürfen. Die Gruppenplätze stehen auch allen UmA aus anderen Einrichtungen oder mit einer entsprechenden Empfehlung aus der Clearingphase zur Verfügung.

Die BWG 9 ist ein Angebot, das auf der Rechtsgrundlage des § 27 in Verbindung mit den §§ 34 und 41 SGB VIII basiert. Sie befindet sich in einem freistehenden Haus am Rande des Geländes der Diakonissen Speyer-Mannheim in Speyer mit guter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Neben neun Einzelzimmern stehen den UmA in dem zweigeschossigen Haus ein großer Gemeinschaftsraum mit Küchenzeile, ein kleines Wohnzimmer, mehrere Sanitärräume, eine Waschküche, eine schöne Terrasse mit schattigem Gartenbereich und eine Garage zum Unterstellen von Fahrrädern zur Verfügung.

Die Betreuung wird von qualifizierten Fachkräften geleistet, die zu festgelegten Tageszeiten vor Ort sind oder durch eine Rufbereitschaft kontaktiert werden können. Einen Nachtdienst gibt es nicht. Schon deshalb müssen die Flüchtlinge in der Lage sein, ihren Alltag (Schule/Beruf, Einkaufen, Kochen, Freizeit) selbst zu gestalten. Die jungen Männer müssen sich auf Deutsch verständlich machen können, zuverlässig und in der Lage sein, aktuelle Bedürfnisse zugunsten notwendiger Aufgaben zurückzustellen. Bei Bedarf (z.B. in asylrechtlichen Belangen oder in Krisensituationen) stehen zusätzliche Personalkapazitäten zur Verfügung. Die Fachkräfte stehen in regelmäßigem kollegialem Austausch. Teambesprechungen, Supervision, Arbeitstagungen so wie die Teilnahme an internen wie externen Fort- und Weiterbildungen gehören dazu.

Der Aufenthalt in der BWG 9 endet für den Bewohner gewöhnlich mit dem Umzug in eine eigene Wohnung. Bei Bedarf schließt eine ambulante Betreuung an; die Schwerpunkte der weiterführenden Hilfe werden im Hilfeplangespräch mit dem zuständigen Jugendamt festgelegt.
Unsere Arbeit mit den Flüchtlingen lässt sich durch die Schlüsselbegriffe systemisch orientiert, lösungsorientiert, ressourcenorientiert, lebensweltorientiert charakterisieren. Daraus ergibt sich eine achtsame, wertschätzende Haltung, insbesondere gegenüber dem jeweiligen Lebenskontext der Flüchtlinge, ihrer Herkunft aus einem anderen Kulturkreis, ihren Fluchterfahrungen und den ggf. daraus resultierenden Traumatisierungen.       

© Diakonissen Speyer-Mannheim