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Grundsätze unserer Arbeit

Als übergreifendes theoretisches Paradigma wird in unserem Hause eine systemische Sichtweise vertreten und gelebt. Wir sehen die von uns betreuten Kinder als Teil ihres Familiensystems und ihres weiteren sozialen Umfeldes. Die Kinder erfüllen in dem System eine Funktion und werden durch das System/die Systeme beeinflusst. Wir versuchen immer, unsere Angebote möglichst genau an jedes Kind, an jede Familie anzupassen.

Gruppenarbeit:
Freizeitangebote vermitteln Erfolgserlebnisse und damit Selbstwertgefühl. In der Gruppe auftretende Konflikte werden besprochen und aufgearbeitet. So findet soziales Lernen statt.

Schulische Förderung:
Schule ist durch ihre Struktur besonders anfällig für das Ausleben von Auffälligkeiten. Durch Überforderung und Misserfolge im Leistungsbereich werden Verhaltensprobleme verstärkt. Zusammenarbeit mit Schulen und schulische Förderung ist deshalb zentraler Bestandteil unserer Arbeit.

Familienarbeit:
Bis wir sie kennenlernen, haben „unsere“ Kinder bereits jahrelang in ihren Familien gelebt. Dort liegt ihre erste Loyalität. Deshalb arbeiten wir nicht gegen, sondern mit den Familien um Veränderung zu erreichen.

Einbeziehung größerer Systeme:
Wann immer sinnvoll, beziehen wir auch größere Systeme in die Arbeit ein. Das können wichtige Verwandte der Kinder sein oder vorhandene Helfersysteme.

Eine enge Zusammenarbeit mit Fachärzten der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist für uns unabdingbar, denn viele der von uns ambulant, teilstationär oder stationär betreuten Kinder und Jugendlichen

  • kommen nach dem Aufenthalt in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik zu uns und müssen fachärztlich weiter betreut werden;
  • sind oder waren in ambulanter kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlung und sollten kontinuierlich weiterbetreut werden;
  • erhalten aufgrund ihrer Störungen Medikamente (z.B. Ritalin), deren Verordnung und Überwachung in die Hand des Facharztes gehört;
  • zeigen Verhaltensprobleme, die einer kinder- und jugendpsychiatrischen Abklärung (Beratung und Diagnostik) bedürfen;
  • zeigen massive psychische Störungen, die eine sehr enge fachärztliche Begleitung (insbesondere bei Krisen) erforderlich machen (ggfs. Klinikeinweisung).

Wir arbeiten deshalb sehr eng mit einer in Mannheim niedergelassenen Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie zusammen, die uns 14-tägig Termine in ihrer Sprechstunde reserviert. Dadurch können wir bei Bedarf sehr schnell reagieren und Wartezeiten abkürzen.

Des Weiteren haben wir eine regelmäßige Sprechstunde (alle 4 - 6 Wochen) der Ambulanz des Pfalz-Instituts für Kinder- und Jugendpsychiatrie (PI) in unserem Haus. Gemeinsame Behandlungen an der Schnittstelle der beiden Hilfesysteme sind damit ebenso möglich wie kontinuierliche Nachbehandlungen.  
Zwischen unseren Gruppen im Landkreis Kaiserslautern und einem dort niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater finden regelmäßige Beratungs- und Fallgespräche statt.

Ansonsten arbeiten wir mit den niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiatern in der Region zusammen, bei denen sich die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen in Behandlung befinden oder begeben möchten.

© Diakonissen Speyer-Mannheim