Zu den Inhalten springen
Interner Bereich Raumbelegung
Schriftgröße
Schrift größer

Contentnavigation

Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer ist aus der Fusion des ehemaligen Krankenhauses der Evangelischen Diakonissenanstalt mit dem damaligen Stiftungskrankenhaus der Stadt Speyer 2004 hervorgegangen. Seitdem treten die beiden traditionsreichen Krankenhäuser als ein Krankenhaus an zwei Standorten auf.

Zunächst stand das fusionierte Krankenhaus in gemeinsamer Trägerschaft der Diakonissen Speyer-Mannheim und der Stadt Speyer. Im Jahr 2008 haben die Diakonissen Speyer-Mannheim den Gesellschaftsanteil der Stadt Speyer erworben und sind in die alleinige Trägerschaft eingetreten. Mit der Zusammenlegung der beiden bisherigen Krankenhausstandorte in der Hilgardstraße wird die Fusion nun auch räumlich vollzogen. Durch den Neubau werden in Zukunft Synergien, die sich durch die Fusion ergeben haben, besser genutzt, Wege verkürzt, Arbeitsbedingungen verbessert und medizinische Angebote erweitert, um die Patientenversorgung noch weiter zu optimieren. „Nicht zuletzt ein Anstieg der Patientenzahlen um 35% in den letzten drei Jahren macht die Neubau notwendig“, erklärt Wolfgang Walter, Sprecher der Geschäftsführung: Rund 40.000 Patienten würden jährlich stationär und ambulant betreut, durch den Neu- und Umbau in der Hilgardstraße können sie in Zukunft besser und effektiver versorgt werden.

Bereits 2006 begannen die Planungen für das Bauvorhaben. Der Spatenstich für die Baumaßnahme, die bis 2014 abgeschlossen werden soll, erfolgt noch im Jahr 2011. Der Bau wird rund 48,5 Millionen Euro kosten, von denen rund 30,4 Millionen das Land Rheinland-Pfalz als Zuschuss gewährt: „Krankenhaus und Krankenhausträger beteiligen sich mit rund einem Drittel an den Gesamtkosten und tragen dazu bei, dass die Erweiterung und Modernisierung in dieser Größenordnung zügig umgesetzt werden können“, sagte Sozialministerin Malu Dreyer anlässlich der Bewilligung des Zuschusses Ende 2010. Dass die Gespräche mit dem Ministerium partnerschaftlich und konstruktiv waren, bestätigen Diakonissen-Vorstand und Krankenhaus-Geschäftsführung. „Wir sind sehr dankbar für die großzügige Förderung der Baumaßnahme“, so Dr. Werner Schwartz, Vorsteher der Diakonissen Speyer-Mannheim.

Der erste Bauabschnitt sieht vor, an das bestehende Krankenhaus in südlicher Richtung zur Paul-Egell-Straße hin einen weiteren Bettentrakt zu errichten. Außerdem entsteht dort ein zweistöckiger Bau, in dem die gesamten Funktionsbereiche untergebracht werden: „Die Funktionsfläche wird mehr als verdoppelt. Die gesamte Notfallversorgung befindet sich dann im Erdgeschoss, was eine erhebliche Zeitersparnis im Notfall zur Folge hat“, erklärt Krankenhausgeschäftsführer Wolfgang Walter. In dem Neubau werden dann auch die noch am Standort Spitalgasse befindlichen Bereiche wie die Palliativstation, die Geriatrische Tagesklinik, das Schlaflabor sowie das Schmerzzentrum untergebracht.

Der Hubschrauberlandeplatz wird gemäß neuesten Sicherheitsstandards und EU-Vorgaben auf das Dach des Neubaus verlegt, so dass Notfallpatienten noch sicherer und schneller versorgt werden können.

„Durch die Um- und Neubauten können wir auch in Zukunft die Ansprüche, die an ein modernes Krankenhaus gestellt werden, erfüllen“, erklärt Wolfgang Walter und versichert: „Wir haben alle Voraussetzungen geschaffen, um trotz der gewaltigen Baumaßnahme einen reibungslosen Ablauf des Krankenhausbetriebes sicherzustellen.“

Die Zimmer, an die der Neubau unmittelbar anschließt, werden vorübergehend stillgelegt, um auch während des Baus den Aufenthalt der Patienten in ruhiger und freundlicher Umgebung zu gewährleisten. Um die Bettenkapazität auszugleichen, werden die Geburtshilfeabteilung erweitert und zusätzliche Zimmer geschaffen. Durch diese Baumaßnahme, in die das Krankenhaus etwa 4,5 Millionen Euro investiert, entstehen auch neue Kreißsäle, die voraussichtlich noch 2011 eingeweiht werden können.

Neben den medizinischen Bereichen wird auch der Küchentrakt komplett umgebaut und modernisiert. „Der Umbau der Krankenhausküche, die neben Patienten und Mitarbeitenden auch Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtungen der Diakonissen Speyer-Mannheim versorgt, gewährleistet die Umsetzung der neuesten Hygienevorschriften“, so Krankenhausgeschäftsführer Werner Vogelsang. Auch die Cafeteria würde durch den Umbau attraktiver für Gäste, es entstünden bis zu 180 Plätze sowie ein freundlicher Außenbereich.

Dem Beginn der großen Baumaßnahme sieht auch Architekt Martin Rieger vom Architekturbüro sander.hofrichter aus Ludwigshafen positiv entgegen: „Die Großzügigkeit des Geländes erlaubt uns, die Beeinträchtigungen während der Bauarbeiten auf ein Mindestmaß zu beschränken“ sagt Rieder und ergänzt: „Der Neubau schafft die räumlichen Voraussetzungen für eine optimale Patientenversorgung.“

© Diakonissen Speyer-Mannheim