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Diakonissen Speyer-Mannheim

    Unsere Haussprüche

    Traditionell hat jedes Diakonissenmutterhaus einen Hausspruch, ein Bibelwort, das als Motto über seiner Arbeit steht.

    Über dem Mutterhaus in Speyer steht seit seiner Einweihung im November 1859 der Satz aus Matthäus 25,40: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Dieser Satz stammt aus Jesu Erzählung vom Weltgericht. Dort werden am Ende aller Tage die Menschen aufgeteilt: in die Nähe zu Gott oder fern von ihm. Denjenigen, die in die Nähe Gottes kommen, sagt der Menschensohn als Weltenrichter: … ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. Die das hören, fragen verwundert: Wann haben wir dies getan? Der Menschensohn antwortet: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Gerade an dem Umgang mit den Bedürftigen gewinnt das eigene Leben seine Bedeutung. Wer für die Bedürftigen da ist und ihnen hilft, trägt dazu bei, dass die Welt zu dem Ziel kommt, das Gott für sie will.

    Dem Mutterhaus in Mannheim wurde bei seiner Einweihung im Juni 1984 der Satz aus 1. Johannes 4,19  als Hausspruch gegeben: Lasst uns lieben, denn Er hat uns zuerst geliebt. Er stammt aus dem schönen Abschnitt im 1. Johannesbrief, der die Liebe Gottes zu den Menschen und die Liebe der Menschen zu Gott und die Nächstenliebe, die Liebe zu den Brüdern und Schwestern dicht zusammenrückt. Wer liebt, der kennt Gott, wird da gesagt, und: Gott ist Liebe, wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Oder: Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist vollkommen in uns.

    Die Haussprüche der beiden Mutterhäuser halten fest: Diakonissenschwestern leben in den Jahrzehnten ihrer aktiven Tätigkeit aus der Liebe, die Gott schenkt. Sie geben diese Liebe weiter an die Menschen, denen sie begegnen. Gerade den Schwachen helfen sie, die der Hilfe bedürfen: Kranken, alten, sterbenden Menschen, Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendlichen.

    Diese Motivation trägt heute viele Mitarbeitende in den Einrichtungen, die die Arbeit der Diakonissen fortführen. Aus Dankbarkeit für die Kraft, die Gott schenkt, anderen Menschen, die Hilfe brauchen und in unseren Einrichtungen Hilfe suchen, freundlich und menschlich begegnen. Empfindsam sein für die Bedürfnisse der Menschen und sie unterstützen, ihnen helfen.

    So soll unsere Tradition auch weiter den Geist und die Arbeit in unseren Häusern prägen. Menschen, die zu uns kommen, sollen dies spüren.

    © Diakonissen Speyer-Mannheim